14.10.2016

EEG-Umlage einfrieren

Der erneute Anstieg der Kosten kratzt an der Schmerzgrenze des Handwerks

Die Stromnetzbetreiber haben bekannt gegeben, dass die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auch im nächsten Jahr steigt. Dazu erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

"Die EEG-Umlage hat mit 6,88 Eurocent die Schmerzgrenze der Handwerker erreicht. Die Bundesregierung versprach im Jahr 2011, dass die Umlage nicht über 3,5 Eurocent steigen werde. Davon ist keine Rede mehr. Im Gegenteil: Die jüngste EEG-Reform wird einen weiteren Kostenanstieg bestenfalls abschwächen. Damit die Kostenbelastung für Unternehmen und Privathaushalte nicht aus dem Ruder läuft, muss die EEG-Umlage in einem ersten Schritt auf dem derzeitigen Stand festgeschrieben werden. Ein weiterer Anstieg der Förderkosten für Strom aus Erneuerbaren Energien muss aus Haushaltsmitteln gedeckt werden. 

Die Kosten der Besonderen Ausgleichsregelung, mit der die EEG-Kosten für Großverbraucher in der Industrie derzeit auf die mittelständische Wirtschaft und die Privathaushalte umgelegt werden, müssen künftig ebenfalls vom Staat aufgebracht werden.

Realistische Vorausschätzungen zeigen, dass der Kostenblock für die Förderung von Strom aus Erneuerbaren Energien von heute 23,1 Milliarden Euro auf bis zu 32 Milliarden Euro im Jahr 2020 steigen wird. Der weitere Anstieg der EEG-Umlage ist damit vorgezeichnet. Weiter steigende Stromkosten schmälern nicht nur im Handwerk die für notwendige Effizienz-Investitionen verfügbaren Finanzierungsspielräume."