25.08.2016

Fachkräfte werden knapp

Im Bau- und Ausbauhandwerk ist die Auslastung der Betriebe gut, sagt Karl Sebastian Schulte, ZDH-Geschäftsführer, der dpa.

Stichwort; Baukonjunktur
„Die gute Konjunktur, niedrige Zinsen und der anhaltende Trend junger Leute, in die Städte zu ziehen, hat einen Bauboom ausgelöst.
Auch der Baubestand wird stärker gepflegt als früher. Davon profitiert das Handwerk.“

Stichwort: Auslastung der Betriebe
„Im ersten Halbjahr waren die Betriebe des Baugewerbes im Durchschnitt für die kommenden 9,4 Wochen ausgelastet, beim Ausbauhandwerk waren es 7,9 Wochen.
Das kann im Einzelfall dazu führen, dass man den gesuchten Handwerker nicht umgehend bekommt. Bei größeren Arbeiten muss man den Auftrag unter Umständen mit einigen Monaten Vorlauf erteilen.“

Stichwort: Nachwuchsmangel
„Für den Nachwuchsmangel gibt es zwei Hauptgründe: Die sinkende Zahl an Schulabgängern und der steigende Anteil derer, die Abitur und Studium anstreben.
Sehr intensiv informiert das Handwerk vor allem Jugendliche über die modernen und innovativen Berufe und über die breiten Karrieremöglichkeiten – auch als Alternative zum Studium. Das gelingt. Da die Zahl der Schulabgänger jedoch sinkt, während die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze steigt, bleibt die Lage angespannt.“

Stichwort: Ausbildungsangebote
"Wenig hilfreich ist angesichts der Fachkräfteknappheit die Kritik, dass die Zahl der Ausbildungsbetriebe sinkt. Das ist zwar richtig. Aber sie sinkt nicht, weil die Betriebe nicht ausbilden wollen. Sondern, weil sie mangels Bewerbern für eine steigende Zahl von Ausbildungsplatzangeboten aktuell nicht ausbilden können und daher aus der Statistik herausfallen."