20.06.2016

Erbschaftsteuer: Reform zügig verabschieden

Die Große Koalition hat sich auf Eckpunkte für eine Reform der Erbschaftsteuer geeinigt. Dazu erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

„Die Einigung in der Großen Koalition auf einen Kompromiss war überfällig. Immerhin läuft die vom Bundesverfassungsgericht gesetzte Frist am 30. Juni aus. Die Betriebe brauchen dringend Rechtssicherheit. Diese ist maßgeblich für erfolgreiche Betriebsübergaben der Familienbetriebe des Handwerks und damit für den Schutz der Arbeits- und Ausbildungsplätze. Keinesfalls darf die Reform der Erbschaftsteuer zum Spielball der bevorstehenden Wahlen werden!

Das jetzt veröffentlichte Ergebnis der Koalitionsgespräche über eine Reform der Erbschaftsteuer muss nun vom Deutschen Bundestag und den Bundesländern mitgetragen werden. Es ist wichtig, das Gesetzgebungsverfahren zügig zu beginnen und noch vor der Sommer-pause zu einem Abschluss zu bringen.

Das Handwerk begrüßt vor allem die Erhöhung der Grenze auf fünf Beschäftigte, bis zu der die Einhaltung der Lohnsummenregelung nicht nachgewiesen werden muss. Das verhindert sowohl bei der Finanzverwaltung als auch bei den kleinen Betrieben unnötige Bürokratie.“