20.05.2016

Maut-Ausweitung trifft Handwerk

Hohe Zusatzkosten durch die Mautausweitung beklagt ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke in einem Beitrag für die FAZ.

"Die beschlossene Ausweitung der LKW-Maut auf das Bundesstraßennetz werden wir im Handwerk deutlich zu spüren bekommen: Nun werden alle Handwerker mit schweren Fahrzeugen der Tonnage von 7,5 bis 12 Tonnen die Maut zahlen müssen – auch diejenigen, die aufgrund ihres regionalen Tätigkeitsfeldes bislang nicht auf mautpflichtigen Strecken unterwegs waren.

Zudem belasten nicht nur die Streckengebühren die Betriebe, sondern auch die Einbaukosten für die On Board Units und die damit verbundenen Arbeitsausfälle und Bürokratieerfordernisse. Dadurch entstehen Zusatzkosten, die Handwerksbetriebe kaum an ihre Kunden weitergeben können.
Besondere Sorgen bereitet dem Handwerk der Prüfauftrag zur weiteren Ausdehnung der Bemautung auf leichtere Fahrzeuge zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen. Die streckenabhängige Lkw-Maut muss auch weiterhin auf diejenigen Lkw beschränkt werden, die durch ihr hohes Gewicht einen überproportionalen Straßenverschleiß verursachen. Eine zusätzliche Belastung leichterer Fahrzeuge ist nicht zu begründen – diese werden über ihre Mineralöl- und Kfz-Steuer bereits angemessen zum Straßenerhalt herangezogen. Eine Maut für leichte Nutzfahrzeuge wäre lediglich doppeltes Abkassieren."