Bundesfamilienministerium und ZDH werben gemeinsam für familienbewusste Arbeitszeiten im Handwerk - Kooperationstagung zur Familienfreundlichkeit im Handwerk

Otto Kentzler, ZDH-Präsident (li.), und Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Foto: ZDH/Agentur Bildschön

Familienfreundliche Handwerksbetriebe – dafür werben der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Hermann KuesPräsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler die Frage im Mittelpunkt, wie die Arbeitsbedingungen und insbesondere die Arbeitszeiten für die insgesamt 5,15 Millionen Beschäftigten in den rund eine Million Handwerksbetrieben in Deutschland familienfreundlicher gestaltet werden können. 

„Gerade das Handwerk mit seinen vielen kleinen Betrieben ist auf die Qualifikation und Motivation jedes einzelnen Beschäftigten angewiesen“, so Dr.Hermann Kues 

ZDH-Präsident Otto Kentzler hob die wichtige Rolle des Handwerks bei der Umsetzung einer familienbewussten Arbeitswelt hervor: „Mehr als drei Viertel aller Handwerksbetriebe sind familiengeführt, d. h. dort arbeiten auch Ehepaare mit Kindern. Damit herrscht in den Betrieben eine natürliche Sensibilität für das Thema. Und sie wissen: Wenn sie familienfreundliche Unternehmensführung ausbauen und dies auch nach innen und außen kommunizieren, haben sie bessere Chancen, gute Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an sich zu binden. Pragmatische Lösungen sind auch dabei die besondere Stärke des Handwerks. Mit vielfältigen individuellen Maßnahmen schaffen es Betriebe, ihre Notwendigkeiten mit den persönlichen Bedürfnissen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Einklang zu bringen.“ 

Bei der Tagung „Familienfreundlichkeit – Erfolgsfaktor für Handwerksunternehmen“ im Haus des Deutschen Handwerks in Berlin diskutieren Vertreterinnen und Vertreter engagierter Handwerkskammern mit Experten und Praktikern aus Handwerksbetrieben sowie der Wissenschaft über die branchenspezifischen Herausforderungen einer familienbewussten Arbeitszeitorganisation. 

Die Kooperationstagung ist Teil der Umsetzung der „Charta für familienbewusste Arbeitszeiten“. Mit der Charta haben sich Politik und Wirtschaft im Februar 2011 zu einem gemeinsamen Engagement für familienbewusste Arbeitszeiten verpflichtet. Zum breiten Umsetzungsprozess gehört unter anderem eine „Datenbank der Guten Beispiele“ mit rund 150 Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die schon heute flexible Arbeitszeitmodelle auch im Handwerk nutzen, sowie Veranstaltungen bei regionalen Handwerkskammern, um Betriebe vor Ort bedarfsgerecht zu informieren. 

Weitere Informationen finden Sie unter www.bmfsfj.de.