Blitz-Umfrage: Künstliche Intelligenz und ihre Potenziale im Handwerk

Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet Chancen und Potenziale für viele Wirtschaftsbereiche. Die ZDH-Blitz-Umfrage zu KI im Juli 2019 zeigt, dass sich KI-basierte Anwendungen auch im Handwerk zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor entwickeln und Handwerksbetriebe, die auf KI setzen, langfristig erfolgreicher sein könnten.

Angesichts der Komplexität des KI-Themas und der vielfach ungelösten politischen Fragen wird die gezielte Unterstützung der Betriebe zu einem handwerkspolitischen Top-Thema. Zwei Handlungsstränge stehen dabei im Mittelpunkt:

I. Handwerksbetriebe KI-fit für die Zukunft machen

Damit der Transfer von KI-Anwendungen in die Handwerksbetriebe gelingen kann, ist ein Maßnahmenpaket zu schnüren, das zielgerichtet auf die Betriebe zugeschnitten ist und sie dort abholt, wo sie stehen, ohne sie zu überfordern. Wie die Umfrageergebnisse zeigen, sind dazu in erster Linie Informations- und Qualifizierungsangebote notwendig. Sobald es um die Implementierung von KI-Anwendungen geht, muss es einen intensiven Know-How-Transfer von Wissenschaft und KMU geben. Die Kompetenzzentren Mittelstand 4.0 und des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk (KDH) bieten dafür geeignete Plattformen.

II. Faire und praktikable politische Rahmenbedingungen schaffen

Um eine breite Anwendung von KI in den Betrieben sicherzustellen - sei es "nur" im Rahmen betrieblicher Prozessoptimierung und erst recht bei der Implementierung innovativer KI-Geschäftsmodelle - müssen noch eine Reihe bestehender Hemmnisse beseitigt werden. Die Akzeptanz der Betriebe für KI-Anwendungen ist umso höher, je besser es gelingt, die für sie relevanten Fragen im Zusammenhang mit der KI-Anwendung zu klären, wie etwa die der Haftung, der Datennutzung, des Datenzugangs oder der Normung von Daten.