Seminar Handwerk und Städtebau

Standortentwicklung und Standortsicherung von Handwerksbetrieben gestalten sich angesichts einer wachsenden Zahl bau- und umweltrechtlicher Regelungen und zunehmender Flächenkonkurrenzen immer komplexer. Dadurch entstehen für die Handwerksorganisationen in Hinblick auf die Betriebsberatung und die Mitwirkung an Bebauungsplanverfahren und anderen städtebaulichen Prozessen regelmäßig neue Herausforderungen und die Notwendigkeit zum überregionalen Erfahrungsaustausch.

Seit dem Jahr 2007 veranstaltet der ZDH deshalb gemeinsam mit dem "Institut für Städtebau Berlin", seit 2012 gemeinsam mit dem "Deutschen Institut für Stadt und Raum" ein Fortbildungsseminar "Städtebau und Handwerk“ in dem die Themen Bauplanungsrecht, Bauordnungsrecht, Immissionsschutz, Beteiligung an der Bauleitplanung, Standortsicherung etc. aus Sicht des Handwerks behandelt werden.

Die Seminare finden jährlich (meist Ende November/Anfang Dezember) im Haus des Deutschen Handwerks statt.

Eine Anmeldung ist (bei Vorliegen eines aktuellen Programms) direkt beim Institut für Stadt und Raum möglich (www.disr-online.de).

Anregungen zu aktuell wichtigen Themenstellungen können direkt an den ZDH übermittelt werden (benke(at)zdh.de).

Seminarunterlagen zu den letzten Veranstaltungen sind über den Mitgliederbereich abrufbar.   

 

Das Seminar 2019 findet am Montag, 9. Dezember 2019 im Haus des deutschen Handwerks statt.

Folgende Themen stehen im Fokus der diesjährigen Tagung:

·         Umgang mit Handwerks- und Gewerbebetrieben in Sanierungsgebieten: Diese Planungen gewinnen aktuell wieder an Bedeutung und dienen meist zur Entwicklung von Wohnbaupotentialen oder zur Bewältigung von Gemengelagen und gehen oftmals zu Lasten des Handwerks und Gewerbes.

·         Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojektes der Handwerkskammer Düsseldorf, zusammen mit dem ISS Duisburg, wurden die Möglichkeiten und Grenzen von Instrumenten zur Standortsicherung von Handwerksbetrieben in urbanen Stadtstrukturen untersucht. Über die Ergebnisse und Konsequenzen dieses Projektes wird von der Handwerksammer Düsseldorf berichtet.

·         Im Zusammenhang mit der Diskussion über die Zukunft städtischer Mobilität und der Sicherung der Standortbedingungen von Handwerks- und Gewerbebetrieben wurden seitens der Stadt München neue Mobilitätskonzepte entwickelt, deren Ergebnisse vorgestellt werden.

·         Bewältigung von Immissionskonflikten zwischen Handwerksbetrieben sowie schutzwürdigen Nutzungen: Die Lösung von Immissionskonflikten setzt die Kenntnis der Instrumente des BauGB, der BauNVO, des Schutzniveaus der betroffenen Nutzungen und des durch technische Regelwerke konkretisierten Rücksichtnahmegebotes voraus, die im Rahmen des Vortrages erläutert und diskutiert werden.

Eine Anmeldung unter Angabe der Rechnungsanschrift ist schon jetzt beim DISR möglich. Die Tagungsgebühr des Institutes beträgt regulär 250 Euro. Für Anmeldungen aus den Reihen der Handwerksorganisation wird eine Ermäßigung auf 160 Euro gewährt. (Bitte vermerken Sie dies bei der Anmeldung.)

Tagesordnung und Online-Anmeldung: http://www.disr-online.de/Veranstaltungen/staedtebau-und-handwerk-2019/