Handwerk und Wohnungsbau

Foto: AdobeStock/Andreas Karelias

Nach einer längeren Phase rückläufiger Wohnungsbauzahlen hat sich insbesondere seit 2011 eine schnell zunehmende Wohnraumknappheit entwickelt. Der Fehlbedarf beläuft sich mittlerweile - insbesondere in den Ballungsräumen - auf deutlich mehr als eine Million Wohnungen. Die Zahl der jährlich neu gebauten Wohnungen steigt zwar wieder langsam an. Allerdings entstehen zu einem großen Anteil hochpreisige Wohnungen. Mittlerweile verstärkt sich auch der Bau von Sozialwohnungen. Unzureichend bleibt aber weiterhin der Bau von Wohnungen, die für die breite Mittelschicht geeignet sind.

Für das Handwerk ist die Steigerung der Wohnungsbauzahlen von großer Bedeutung. Das gilt nicht nur für direkt am Wohnungsbau beteiligten Bau- und Ausbaugewerke. Alle Handwerksunternehmen sind darauf angewiesen, dass Unternehmerinnen und Unternehmer mit ihren Familien, die Beschäftigten und Auszubildenden auch in den Ballungsräumen bezahlbare Wohnungen finden.

Der ZDH setzt sich seit 2014 als Mitglied des "Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen" sowie als Beteiligter des "Wohngipfels 2018" für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau ein. Für das Handwerk ist insbesondere die Stetigkeit und Verlässlichkeit der Investitionsbedingungen und des Regelungsrahmens ein zentrales Anliegen, damit die Betriebe Kapazitäten aufbauen können.

 

Baulandkommission 2019

Der ZDH hat sich als ordentliches Mitglied der Baulandkommission bei deren Beratungen erfolgreich dafür eingesetzt, dass neben der dringend notwendigen Beschleunigung des Wohnungsbaus auch stadtentwicklungspolitische und baukulturelle Ziele berücksichtigt werden. Von Beginn an soll darauf geachtet werden, dass keine neuen reinen Wohngebiete entstehen, sondern im Interesse der späteren BewohnerInnen diese Stadteile stets über eine ausreichende Infrastruktur und Versorgung verfügen. Es muss gewährleistet werden, dass gewerbliche Standorte bereitgestellt werden.“

PM vom 2. Juli 2019

 

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Wohngipfel 2018

Am 21. September 2018 fand im Kanzleramt der bereits im Koalitionsvertrag angekündigte Wohngipfel statt. Der ZDH war durch Herrn Vizepräsident Karl-Heinz Schneider vertreten. Unter Anwesenheit der Bundeskanzlerin und der für Bauen, Finanzen, Justiz sowie Wirtschaft zuständigen Bundesminister/innen, der Vertreter der Länder und Kommunen sowie Repräsentanten der Verbände des Bauwesens, der Immobilienwirtschaft, der Gewerkschaften und Mieterorganisationen wurden Fragen der zukünftigen investiven Rahmenbedigungen für den (sozialen und freifinanzierten) Mietwohnungsbau, die Eigentumsförderung, Aspekte der Gewährleistung der Bezahlbarkeit des Wohnens sowie die Fachkräfteversorgung und das Themenfeld Baukosten diskutiert.

Informationen des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat

Pressemitteilung des ZDH vom 20.9.2018

ZDH Kompakt September 2018: Wohnungsbau nachhaltig steigern

 

Informationen zum Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen

Hinweise des BMI zum Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen

Abschlussbericht und Empfehlungen

Pressemitteilung des ZDH von Dezember 2015 "ZDH unterstützt Ziele des "Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen"

 

Weitereführende Informationen:

Hinweise des ZDH zum altersgerechten und barrierearmen Bauen

Hinweise des ZDH zur Gebäudeenergieeffizienz

Seite des ZDB zum Wohnungsbau