Förderung von Biomasse-KWK-Anlagen

Sowohl das Impulsprogramm für Mini-KWK-Anlagen als auch die Einspeisevergütung nach dem KWKG zielen auf fossil-gefeuerte Anlagen, d.h. Erdgas, Flüssiggas oder Heizöl. Weitere Fördermöglichkeiten bestehen speziell für Biomasse-KWK-Anlagen.

Erneuerbaren Energien Gesetz: Anstatt die Einspeisevergütung nach dem KWKG in Anspruch zu nehmen, können Betreiber ihren aus Biogas, Biomethan oder fester Biomasse erzeugten KWK-Strom auch nach §27 EEG vergüten lassen. Einen Vergütungsrechner für die unterschiedlichen KWK-Anlagen nach §27 EEG finden Sie auf der Internetseite des Deutschen Biomasseforschungszentrums .

Eine Kumulierbarkeit mit einer Vergütung nach dem KWKG ist nicht möglich, eine parallele Inanspruchnahme der Förderung aus dem Impulsprogramm für Mini-KWK-Anlagen oder dem Marktanreizprogramm hingegen schon.

Marktanreizprogramm: Darüber hinaus werden im Rahmen des Marktanreizprogramms zinsvergünstigte Kredite für Biomasse-KWK-Anlagen bereitgestellt. Grundlage ist die Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt. Hiernach umfasst das MAP zwei Förderteile, einerseits Investitionszuschüsse vom BAFA, die jedoch nicht für KWK-Anlagen in Anspruch genommen werden können (vgl. Nummer 3.1), sowie andererseits zinsvergünstigte Darlehen über die KfW im Rahmen des KfW-Programms Erneuerbare Energien, Programmteil Premium (vgl. Nummer 3.2 b). Fördergegenstand dieses KfW-Programms sind Biomasse-KWK-Anlagen mit einer installierten Nennwärmeleistung von maximal 2 MW, die streng wärmegeführt betrieben werden.

Eine Kumulierbarkeit ist sowohl mit Vergütungsansprüchen nach dem EEG als auch – wahlweise – dem KWKG möglich (vgl. Nummer 7.3 Satz 2 i.V.m. 14.1.1.2). Grundsätzlich gilt zwar, dass "Energieerzeugungsanlagen, die eine Vergütung nach dem Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) oder nach dem Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWKG) erhalten können, […] nach diesen Richtlinien nicht förderfähig" sind (siehe Nummer 7.3 Satz 1). Bei streng wärmegeführten KWK-Anlagen bis zu einer Nennwärmeleistung von 2 MW wird die Förderung jedoch "als Ausgleich für die Optimierung des Betriebs auf die Wärmenutzung gewährt" (siehe Nummer 14.1.1.2 Satz 2).

Eine Kumulation mit einem Investitionszuschuss aus dem Impulsprogramm für Mini-KWK-Anlagen ist ebenfalls möglich, allerdings nur unter den in Abschnitt "Impulsprogramm Mini-KWK-Anlagen" genannten Voraussetzungen.