30.01.2020

Brexit-Regelungen für die Umsatzsteuer

Umsätze mit dem Vereinigten Königreich werden danach mindestens bis zum 31. Dezember 2020 so behandelt, als ob das Vereinigte Königreich weiter Bestandteil des mehrwertsteuerlichen Unionsgebiets wäre.

Nach Ablauf der im Austrittsabkommen vorgesehenen Übergangsfrist (31. Dezember 2020) ist das Vereinigte Königreich Drittstaat. Damit sind alle im Zusammenhang mit Leistungsbeziehungen mit Drittstaaten geltenden Regelungen anzuwenden. Lieferungen nach dem Vereinigten Königreich sind dann beispielsweise Ausfuhrlieferungen. Für Lieferungen aus dem Vereinigten Königreich in die EU fällt dann grundsätzlich Einfuhrumsatzsteuer an.

Eine Ausnahme bildet Nordirland, für das nach Ablauf der Übergangsphase besondere Regelungen vorgesehen sind: Nordirland soll für Warenlieferungen mehrwertsteuerlich so behandelt werden, als ob es zum Unionsgebiet gehört.

Weitere Informationen zum Brexit im Zusammenhang mit der Umsatzsteuer finden sich auf der Homepage des Bundeszentralamts für Steuern.

Quelle: Bundesfinanzministerium

 

Simone Schlewitz