27.06.2019

Tschechien: Deutschland wichtigster außenwirtschaftlicher Partner

Der EU-Beitritt der Tschechischen Republik im Jahr 2004 hat sich positiv auf den Außenhandel des Landes ausgewirkt. Während der 15-jährigen EU-Mitgliedschaft wurden nur in den Krisenjahren 2007 und 2008 sowie 2010 negative Außenhandelssalden verzeichnet. Im vergangenen Jahr lag der Überschuss im tschechischen Außenhandel bei rund 4,8 Mrd. EUR. 84 % der Ausfuhren und 67 % der Einfuhren Tschechiens resultieren aus dem Handel mit anderen EU-Ländern.

Wichtigster Partner beim Warenexport und -import ist Deutschland. Dorthin ging 2018 ein Drittel des Exports. Aus Deutschland wurde gleichzeitig ein Viertel des gesamten tschechischen Imports eingeführt. Der Außenhandels-überschuss mit Deutschland betrug im vergangenen Jahr gut 8 Mrd. EUR; im Jahr 2000 lag er noch bei etwa 2 Mrd. EUR.

Die Slowakei ist zweitwichtigster Exportpartner Tschechiens. Bei der Wareneinfuhr besetzte in den letzten Jahren China die Spitzenposition. Während sich aus dem Handel mit Drittländern langfristig ein Außenhandels-defizit ergibt, führt der Warenaustausch Tschechiens mit den EU-Ländern zu einem zunehmenden Bilanzüberschuss.

Quelle: Ostwirtschaftsreport Nr. 19 vom 7. Mai 2019