25.10.2019

Spanien: Umfassende Auskunftspflicht bei Entsendungen

Gemäß dem spanischen Entsendegesetz muss die grenzüberschreitende Erbringung von Dienstleistungen der Arbeitsbehörde (Autoridad Laboral) in der örtlich zuständigen Provinz angezeigt werden. Das entfällt, wenn die Tätigkeit nicht länger als acht Tage dauert. Das Ministerium für Arbeit, Migration und soziale Sicherheit hat eine Liste mit den zuständigen Behörden veröffentlicht.

In einer Datenbank der Europäischen Kommission sind die Berufe eingetragen, die in Spanien reglementiert und damit besonderen Voraussetzungen bezüglich der Qualifikation unterworfen sind. Möchte ein Dienstleister erstmals seinen Beruf vorübergehend und gelegentlich in Spanien ausüben, muss er die Aufnahme seiner Tätigkeit vorab bei der Autoridad Competente Espanola anzeigen. Die Dienstleister müssen bei ihrer ersten Erklärung außerdem ihre Nationalität nachweisen, eine Bescheinigung über die rechtmäßige Niederlassung ohne Ausübungsverbot in ihrem Heimatstaat vorlegen, ihre Berufsqualifikation nachweisen und, sofern die Tätigkeit in Deutschland nicht reglementiert ist, belegen, dass sie ihren Beruf während der letzten zehn Jahre mindestens ein Jahr lang ausgeübt haben. Diese Erklärung muss jährlich erneuert werden.

Quelle: Nachrichten für Außenhandel Nr. 130 vom 10. Juli 2019