16.12.2019

Schweden: Leitfaden zu arbeitsrechtlichen Grundlagen

Schwedische Arbeitnehmer gelten als kompetent und leistungsfähig. Durch die praktisch ausgerichtete Schulausbildung wird die Wirtschaft mit gut ausgebildeten und qualifizierten Absolventen versorgt. Englischunterricht findet oft bereits ab der ersten Klasse statt. Selbst bei den gering qualifizierten Tätigkeiten gibt es viele Arbeitnehmer mit guten bis sehr guten Englischkenntnissen.

Wie auch in Deutschland existiert in Schweden ein betriebliches Mitbestimmungsgesetz, ein Kündigungsschutz-,  Urlaubs- und  Arbeitszeit-gesetz. Es gibt jedoch keine Betriebsräte, nur ein einziges Arbeitsgericht und kaum Kündigungsschutzklagen. In diesen Punkten unterscheidet sich die nordeuropäische Konsenskultur ganz erheblich von den deutschen Gepflogenheiten.

Aufgrund der geografischen Nähe sowie der engen historischen und wirtschaftlichen Verflechtungen werden die kulturellen Unterschiede zwischen Schweden und Deutschland meist stark unterschätzt. Doch können sie besonders in Fragen des Arbeitsrechts leicht zu Missverständnissen und ernsten Problemen führen. Daher ist es unerlässlich, diese Unterschiede zu kennen. Die Deutsch-Schwedische Handelskammer (AHK) hat den Praxisleitfaden „Arbeitsrecht in Schweden“ veröffentlicht. Darin werden sowohl rechtliche Unterschiede als auch kulturell gewachsene Traditionen verständlich gemacht.

Der Ratgeber „Arbeitsrecht in Schweden - Praxisleitfaden für Arbeitgeber und Personalverantwortliche in der nordeuropäischen Konsenskultur“, kann auf der Internetseite der Deutsch-Schwedischen Handelskammer bestellt werden.

Quellen: Märkte der Welt Nr. 45 vom 7. November 2019;
                www.springer.com/de/book/9783658102043