16.12.2019

Polen: Zweistellige Wachstumsprognose für Augenoptikermarkt

optician putting glasses to girl at optics store
Foto: AdobeStock/Syda Productions

Polens Markt für Augenoptik hat viel Entwicklungspotenzial. Bisher werden im Land vergleichsweise wenige Brillen verkauft. Viele Polen gehen bei Sehstörungen nicht zum Augenarzt, sondern greifen auf Fertigbrillen zurück. Als häufigste Gründe nennen Befragte Zeitmangel und Bequemlichkeit. Es wird geschätzt, dass 50 % der polnischen Schulkinder eine Sehschwäche haben.

Beim Brillenkauf spielt der Preis eine entscheidende Rolle. Die in der Regel teureren Gleitsichtbrillen machen in Polen lediglich 6 % der verkauften Sehhilfen aus, in Europa sind es 25 %. Für die kommenden Jahre wird jedoch ein zweistelliges Wachstum für den polnischen Augenoptikmarkt erwartet. Im ersten Halbjahr 2019 wurden 226.000 Augenbehandlungen in öffentlichen Krankenhäusern durchgeführt, was einen Anstieg von über 11 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet.

Polens Importe im Bereich der Augenoptik sind 2018 um 4,6 % auf insgesamt 294 Mio. EUR gestiegen. Über 80 % der eingeführten Waren kommen aus anderen EU-Staaten. Frankreich ist mit einem Importanteil von knapp 19 % vor Deutschland (14 %) und China (13 %) wichtigster Lieferant.

Quelle: Nachrichten für Außenhandel Nr. 212 vom 4. November 2019