09.07.2018

GUS: Gute Geschäftserwartungen für Kasachstan und Usbekistan

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Die aktuelle Geschäftsklima-Umfrage des „Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft e.V. (OAOEV)“ und der Delegation der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien hat gestiegene Geschäftserwartungen deutscher Unternehmen in Usbekistan und Kasachstan festgestellt. Als wichtigster Markt in Zentralasien steht Kasachstan seit jeher im Fokus deutscher Unternehmen. Durch das hohe Reformtempo in Usbekistan ist das deutsche Interesse auch an diesem Land erwacht. Im vergangenen Jahr hat sich der Austausch zwischen Deutschland und der Region spürbar intensiviert. Das bilaterale Handelsvolumen mit Kasachstan stieg um 23 % auf rund 5 Mrd. EUR, während für Usbekistan ein Plus von 32,5 % (600 Mio. EUR) verzeichnet wurde.

Nach dem Wechsel im usbekischen Präsidentenamt 2016 wurden Maßnahmen gegen die ausufernde Bürokratie und Korruption ergriffen. Das Devisenregime wurde liberalisiert und ein Ombudsmann für die Wirtschaft eingeführt, um ausländische Investitionen anzuziehen. Von der Erleichterung des regionalen Handels profitiert besonders Kasachstan als größter Nachbar. Als Risikofaktor gilt weiterhin der hohe bürokratische Aufwand in beiden Ländern, den 50 % der Unternehmen beklagen. Auch die Korruption wird mit Sorge betrachtet.

Die steigende Konkurrenz durch chinesische Staatsunternehmen ist eine wachsende Herausforderung für deutsche Unternehmen. Die Mehrheit der Befragten spürt den zunehmenden Wettbewerbsdruck, der durch die Seidenstraßen-Initiative noch verstärkt wird.

Quelle: Nachrichten für Außenhandel Nr. 70 vom 11. April 2018