25.10.2019

Deutschland: Fachkräfteeinwanderungsgesetz tritt zum 1. März 2020 in Kraft

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Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz ermöglicht Fachkräften mit qualifizierter Berufsausbildung aus Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) künftig leichter nach Deutschland einzuwandern. Bereits bestehende Bestimmungen für Fachkräfte mit Hochschulabschluss werden fortgeführt. Mit dem Gesetz schafft die Bundesregierung den Rahmen für eine zukunftsorientierte und bedarfsgerechte Zuwanderung. Das Gesetz tritt zum 1. März 2020 in Kraft. Vorab startet ein befristetes Modellvorhaben der Bundesagentur für Arbeit, das Ausländer bei Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen berät.

Wesentliche Neuerungen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes:
•    Einheitlicher Fachkräftebegriff, der Hochschulabsolventen und Beschäftigte mit qualifizierter Berufsausbildung umfasst.
•    Verzicht auf eine Vorrangprüfung bei anerkannter Qualifikation und Arbeitsvertrag.
•    Wegfall der Begrenzung auf Mangelberufe bei qualifizierter Berufsausbil-dung.
•    Möglichkeit für Fachkräfte mit qualifizierter Berufsausbildung, entsprechend der bestehenden Regelung für Hochschulabsolventen, für eine befristete Zeit zur Arbeitsplatzsuche nach Deutschland zu kommen (Voraussetzung sind notwendige deutsche Sprachkenntnisse und die Sicherung des Lebensunterhalts).
•    Verbesserte Möglichkeiten zum Aufenthalt für Qualifizierungsmaßnahmen im Inland mit dem Ziel der Anerkennung von beruflichen Qualifikationen.
•    Verfahrensvereinfachungen, eine Bündelung der Zuständigkeiten bei zentralen Ausländerbehörden und beschleunigte Verfahren für Fachkräfte.

Die Bundesregierung flankiert die Regelungen des Fachkräfteeinwanderungs-gesetzes durch weitere Verbesserungen der Verwaltungsverfahren. Dies sind insbesondere Visumverfahren, gezielte Werbemaßnahmen gemeinsam mit der Wirtschaft, Beschleunigungen bei der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse und eine verstärkte Sprachförderung insbesondere im Ausland.

Quellen: www.bundesregierung.de, Pressemitteilungen vom 3. Juli und 26. August 2019; ZDH-Rundschreiben vom 21. August 2019