24.02.2020

Dänemark: Innovativer Markt für deutsche Bauunternehmen

Foto:AdobeStock/Ricochet64

Dänemark belegt mit einem Bruttoinlandsprodukt von über 52.000 Euro pro Kopf Platz 3 in der EU, hinter Luxemburg und Irland. Das Land bietet einen kleinen, auf Innovationen setzenden Markt. Bis 2030 will es die Treibhausgasemissionen um 70 % reduzieren. Damit verstärkt sich der bereits bestehende Fokus auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz noch weiter. Für die Entwicklung neuer Technologien stellt das Königreich zusätzliche Fördermittel bereit.

EU-weit tätigt Dänemark mit die höchsten Ausgaben für Forschung und Entwicklung: Sie liegen bei über 3 % des BIP. Zahlreiche Branchencluster haben sich etabliert, die interessante Chancen zur Zusammenarbeit bieten. Die dort ansässigen Unternehmen und Institutionen sind auf Internationalisierung und grenzübergreifende Kontakte ausgerichtet. Vor dem Hintergrund des großen Fachkräftemangels in Deutschland könnte eine solche Zusammenarbeit Innovationen beschleunigen. Das Ausbildungsniveau in Dänemark ist gut. Die Kompetenzen der Arbeitnehmer liegen zwar insgesamt etwas unter dem deutschen Niveau, dafür sind aber die digitalen Fertigkeiten höher.

Die zunehmenden Kapazitätsengpässe bei den dänischen Bauunternehmen lassen deutsche Branchenfirmen, Berater, Ingenieure und Architekten auf Aufträge aus dem Hoch- und Tiefbaubereich hoffen. Die Projektliste reicht vom Bau des insgesamt 18 km langen Bahn- und Autotunnels unter dem Fehmarnbelt, über Krankenhaus- und Energieprojekte für mehrere hundert Millionen Euro bis hin zu Mehrfamilienhäusern und Gewerbebauten. Begünstigt werden die hohen Investitionen von der Konsumlaune der Dänen: Pro Kopf gaben sie 2018 mit knapp 37.000 EUR über 25 % mehr aus als deutsche Verbraucher.

Quelle: Nachrichten für Außenhandel Nr. 7 vom 10. Januar 2020