08.01.2021

Marokko: Chancen für deutsche Unternehmen bei der Produktion von grünem Wasserstoff

Foto:AdobeStock/AA+W

Deutschland plant, mit den sonnen- und windreichen Ländern Marokko, Australien und Chile im Rahmen seiner Wasserstoffstrategie Partnerschaften aufzubauen. Die Einhaltung des Klimaziels mit einer Reduktion um 60 % bis 2030 kann Deutschland nicht allein dadurch erreichen, dass es die Erzeugung von erneuerbaren Energien im eigenen Land ausbaut.

Marokko erhält aus Berlin direkte Finanzhilfen in Höhe von insgesamt knapp 1,4 Mrd. EUR, davon gut 202 Mio. EUR als Zuschüsse. Ein Teil des Geldes soll dem ersten Projekt zur Produktion von grünem Wasserstoff in Afrika zugutekommen, welcher durch die Elektrolyse von Wasser mittels Strom aus regenerativen Energien gewonnen wird. In der marokkanischen Wüste steht mit Noor eines der größten Solarkraftwerke der Welt, ein weiteres ist in Planung. Der hier gewonnene Strom soll in einer geplanten Anlage zur Produktion von Wasserstoff genutzt werden – Deutschland und Marokko haben hierzu im Sommer 2020 eine Absichtserklärung unterschrieben. Die Finanzmittel für die notwendigen Studien und den Aufbau der Anlage werden von der KfW zur Verfügung gestellt. Auf entsprechende Ausschreibungen können sich jetzt Consultants und später Anlagenbauer und Konstrukteure aus Deutschland bewerben.

Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) organisiert die „Unternehmensallianz Energie“, über die der Erfahrungsaustausch gefördert und auch ein Unternehmenskonsortium gebildet werden soll, das sich mit besseren Chancen als einzelne Unternehmen an Ausschreibungen beteiligen kann. Interessierte Firmen erreichen die Unternehmensallianz unter wasserstoff(at)giz.de.

Quellen: www.solarify.eu, Pressemitteilung vom 6. Dezember 2020;
                 Nachrichten für Außenhandel Nr. 227 vom 23. November 2020