26.06.2019

EU-Raum ist Exportregion Nr. 1 für den Mittelstand

Der europäische Binnenmarkt ist und bleibt für den Mittelstand die wichtigste Exportregion: Knapp 70 % der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) exportieren in die europäischen Nachbarstaaten.

Von den rund 345.000 kleinen und mittleren Exportunternehmen (KMU) verkauften 69 % im Jahr 2017 sowohl Waren innerhalb der EU als auch in Drittländer, 35 % von ihnen ausschließlich im EU-Raum. Insgesamt entfiel über die Hälfte der Exportumsätze von exportierenden KMU auf den europäischen Binnenmarkt. Gemessen an ihrem Gesamtumsatz lag der Exportanteil in die europäischen Nachbarstaaten bei 12 %.

Verglichen mit den kleinen und mittleren Unternehmen in den EU-Nachbarstaaten sind die KMU in Deutschland größer: Im Durchschnitt beschäftigen sie 7,5 Mitarbeiter. Europaweit liegt die durchschnittliche Beschäftigtenzahl von KMU bei 3,9 Mitarbeitern. Dafür hat Deutschland eine deutlich niedrigere KMU-Unternehmensdichte als andere EU-Mitgliedsstaaten: Während sich hier knapp 3.000 KMU auf 100.000 Einwohner finden, sind es im EU-Durchschnitt fast 4.800. Besonders hoch ist die KMU-Dichte in der Tschechischen Republik (9.700 KMU), in Portugal (8.400) und in der Slowakei (8.000).

Quelle: IfM Bonn, Pressemitteilung vom 16. Mai 2019