26.06.2019

EU-geförderte Digitalisierungsvorhaben bieten deutschen Unternehmen Projektchancen in der Entwicklungszusammenarbeit

Im Jahr 2017 hat die Europäische Union (EU) ihre Strategie Digital4Development (D4D) als Rahmen für die durchgängige Einbeziehung von Digitalisierung in ihre Entwicklungspolitik verabschiedet. Gefördert werden sollen der Zugang zu bezahlbarer und datensicherer Breitband-verbindung, digitale Kenntnisse und Fähigkeiten, Unternehmertum und Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die Nutzung von digitalen Technologien als Triebkraft für eine nachhaltige Entwicklung. Noch im gleichen Jahr hat die EU eine Reihe entsprechender Vorhaben verwirklicht, unter anderem in der Sahara und in Zentralafrika.

Die Vorhaben werden über die Drittstaatenprogramme der EU, wie dem Europäischen Entwicklungsfonds und der Investitionsoffensive für Drittländer (External Investment Plan, EIP) ausgeschrieben. Bis 2020 sollen 4,5 Mrd. EUR Fördermittel private Investitionen von über 44 Mrd. anregen, unter anderem zur Unterstützung der digitalen Wirtschaft und der Infrastruktur. Ende 2018 wurde bereits der Großteil der Garantiesumme an 28 Projekte von Entwicklungsbanken zugewiesen, knapp 70 % davon in Subsahara-Afrika. Die Projekte fördern lokale Unternehmen in den Partnerländern und ermöglichen ihnen Zugang zu Krediten. Deutsche Unternehmen können sich beteiligen, indem sie investieren, sich auf Ausschreibungen bewerben oder Dienst-leistungen anbieten. Interessierte Firmen sollten die EIP-Homepage aufmerksam verfolgen. 

Quelle: Märkte der Welt Nr. 15 vom 11. April 2019