26.06.2019

Arbeitskosten im EU-Vergleich

Foto:AdobeStock/AMH

Nach Schätzungen von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, lagen die Arbeitskosten pro Stunde in den EU-Mitgliedstaaten 2018 zwischen 5,4 EUR und 43,5 EUR. Die niedrigsten Arbeitskosten wurden in Bul-garien (5,4 EUR), Rumänien (6,9 EUR), Litauen (9,0 EUR), Ungarn (9,2 EUR) und Lettland (9,3 EUR) verzeichnet, die höchsten in Dänemark (43,5 EUR), Luxemburg (40,6 EUR), Belgien (39,7 EUR), Schweden (36,6 EUR), den Nieder-landen (35,9 EUR) und Frankreich (35,8  EUR). In Deutschland bezahlten Arbeitgeber 2018 im Schnitt 35 EUR je geleisteter Arbeitsstunde; damit liegt Deutschland wie im Vorjahr auf Rang 6 im EU-Vergleich.

In der Industrie lagen die Arbeitskosten pro Stunde bei 27,4 EUR in der EU und 33,2 EUR im Euroraum, im Dienstleistungssektor bei 27,0 EUR bzw. 29,6 EUR und im Baugewerbe bei 25,0 EUR bzw. 27,6 EUR.

Die Unterschiede bei den Arbeitskosten innerhalb der EU haben sich seit dem Jahr 2004, als erstmals vergleichbare Zahlen für alle relevanten Mitgliedstaaten vorlagen, laut Statistik deutlich verringert. 2018 betrugen die Arbeitskosten in der Spitzengruppe der Länder das Vierfache des Wertes der aufholenden Länder, 2004 war es noch fast das Achtfache. Grund für die Annäherung ist das seit Jahren hohe Wirtschaftswachstum in den Ländern mit niedrigen Arbeitskosten.

Quellen: eurostat; Pressemitteilung vom 11. April 2019;
                www.deutsche-handwerks-zeitung.de; Pressemitteilung vom
                28. April 2019;
                www.haufe.de; Pressemitteilung vom 7. Mai 2019