10.07.2018

DSGVO: Kein Grund zur Sorge für kleine Unternehmen und Vereine

Seit dem 25. Mai gilt in der EU die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zusammen mit dem neuen Bundesdatenschutzgesetz (BDSG-neu). Die Angst vor Abmahnungen und Geldstrafen ist derzeit groß. Nicht wenige Dienstleister versuchen mit der DSGVO Profit zu machen. Unsicherheit herrscht auch bei vielen Handwerksunternehmen. Sie fragen sich, ob ihr Betrieb für das neue Datenschutzrecht auch gerüstet ist.

Mit den neuen Regeln können EU-Bürger besser kontrollieren, was mit ihren personengebundenen Daten passiert. Die Generaldirektion Justiz der EU-Kommission betont die Verhältnismäßigkeit der Regeln: Kleine Unternehmen und Vereine müssen sich keine Sorgen machen. Entgegen anderslautenden Behauptungen braucht etwa eine kleine Bäckerei keine Datenschutzfolgenabschätzung. Unternehmen ohne die Datenverarbeitung als Kerngeschäft haben weniger Verpflichtungen. Sie müssen hauptsächlich dafür sorgen, dass die Daten, die sie verarbeiten, sicher sind und auf legale Weise genutzt werden.

Um die Recherche zum neuen Datenschutzrecht kommt auch ein kleines Unternehmen nicht herum. Wichtig ist es, auf seriöse Quellen zu achten. Wer unsicher ist, kann sich an seine regionale Handwerkskammer wenden und vom dortigen Datenschutzbeauftragtem beraten lassen. Angepasst werden müssen die Datenschutzerklärung auf der Website, das Verarbeitungs-verzeichnis und die Auftragsdatenverarbeitung. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks hat Muster erstellt, die den Betrieben bei der Sicherstellung der neuen Informationspflichten bei der Datenerhebung helfen (www.zdh.de/fachbereiche/organisation-und-recht/datenschutz/datenschutz-fuer-handwerksorganisationen). Wer bereits in der Vergangenheit verantwortungsbewusst mit personenbezogenen Daten umgegangen ist, sollte keinen großen Anpassungsbedarf haben.

Quellen: EU-Nachrichten, Pressemitteilung Nr. 10 vom 31. Mai 2018;
                 Norddeutsches Handwerk Nr. 9 vom 14. Juni 2018