23.10.2018

Neuer Rechtsrahmen für die Entsendung von Arbeitskräften nach Frankreich

Mit der geplanten Änderung des Rechtsrahmens für die Entsendung von Arbeitskräften zwischen Deutschland und Frankreich soll der hohe Bürokratieaufwand für deutsche Betriebe, die Arbeitnehmer zur Erbringung von Dienstleistungen nach Frankreich entsenden, reduziert werden. Kritik an den geltenden Bestimmungen wurde seit längerem unter anderem vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und der Handwerksorganisation geübt. 

Das überarbeitete französische Arbeitsgesetz „Gesetz über die freie Wahl der beruflichen Zukunft“ vom 5. September soll einen wirksamen Schutz gegen Betrugshandlungen erreichen, ohne dass dabei die Wirtschaftsaktivität in den von Betrug unberührten Bereichen beeinträchtigt wird. Es sieht mehrere Bestimmungen zur Erleichterung grenzüberschreitender Entsendung von Arbeitnehmern vor, die vor allem den Verwaltungsaufwand in bestimmten Fällen vereinfachen sollen. So wird etwa auf die geplante Erhebung einer „Stempelgebühr“ in Höhe von 40 EUR für jeden entsandten Arbeitnehmer verzichtet. Unternehmen, die regelmäßig Mitarbeiter nach Frankreich entsenden, können von bestimmten Auflagen befreit werden und mit dem neuen Gesetz ihren Verwaltungsaufwand reduzieren.

Quellen: www.ambafrance.org, Pressemitteilung vom September 2018;
                ZDH-Rundschreiben vom 21. September 2018