14.05.2018

Antidumpingzölle der EU auf chinesischen Stahl

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Bereits im August letzten Jahres hat die Europäische Kommission mit vorläufigen Zöllen auf die Einfuhr chinesischer Waren in den EU-Markt zu Dumping-Preisen reagiert. Nun hat sie endgültige Antidumpingzölle auf korrosionsbeständigen Stahl aus China beschlossen. Für die nächsten fünf Jahre gelten Zölle zwischen 17,2 und 27,9 %. 

Der EU-Markt für korrosionsbeständigen Stahl hat ein Umsatzvolumen von rund 4,6 Mrd. EUR, 20 % entfallen auf chinesische Hersteller. Mit der Maßnahme will die Kommission den Druck von den Verkaufspreisen nehmen, die den Erzeugern in der EU Probleme machen.

In den letzten Jahren haben der weltweite Überschuss der Produktionskapazitäten und die Subventionen chinesischer Hersteller die Stahlpreise auf ein unhaltbares Niveau gedrückt und damit dem Sektor und den mit ihm verbundenen Industrien und Arbeitsplätzen geschadet. Um faire Wettbewerbsbedingungen für ihre Erzeuger zu gewährleisten und Arbeitsplätze zu erhalten, nutzt die EU ihre handelspolitischen Möglichkeiten.

Quelle: Nachrichten für Außenhandel Nr. 30 vom 12. Februar 2018