Allgemeine Informationen zur Europawahl 2019

Europaweit sind 705 Plätze zu vergeben. Auf Deutschland entfallen davon 96 Sitze. Gewählt wird nach den Grundsätzen des Verhältniswahlrechts, jeder Wähler verfügt über eine Stimme. Bei 96 Abgeordneten gilt die Faustregel: Etwa 1 % der Stimmen ergibt ein Mandat. Die Legislaturperiode beträgt fünf Jahre.

Wahl des Komissionspräsidenten

Im Anschluss an die Wahl wählt das EU-Parlament den vom Rat vorgeschlagenen Kommissionspräsidenten. Die europäischen Parteien ziehen wie schon 2014 mit EU-weiten Spitzenkandidaten in die Wahl, die sich um das Amt des EU-Kommissionspräsidenten bewerben. Der Kandidat der stärksten Partei hat gute Chancen, Nachfolger von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zu werden. Allerdings muss diesem Kandidaten auch der Rat der europäischen Staats- und Regierungschefs zustimmen. Kommissionspräsident Juncker wird 2019 nicht erneut antreten.

Spitzenkandidaten

Die konservative Europäische Volkspartei (EVP) hat ihren deutschen Fraktionschef im Europaparlament, Manfred Weber (CSU), mit deutlicher Mehrheit zum EVP-Spitzenkandidaten gekürt. Die Sozialdemokraten wählten den derzeitigen Kommissions-Vizepräsidenten Frans Timmermans (NL) zum Spitzenkandidaten. Die europäischen Grünen ziehen mit Ska Keller und Bas Eickhout (NL) in die Europawahl. Die Liberalen haben ein ganzes "Team Europe" aufgestellt, das von Guy Verhofstadt (BE) und EU-Wettbewerbskommissarin Margarete Vestager (DK) angeführt wird.

Zudem werden nationale Spitzenkandidaten die Parteien in ihren jeweiligen Heimatländern anführen. In Deutschland sind das Manfred Weber (CDU/CSU), Katarina Barley (SPD), Ska Keller und Sven Giegold (Grüne), Nicola Beer (FDP), Özlem Alev Demirel und Martin Schirdewan (Linke) sowie Prof. Jörg Meuthen (AfD).

Weitere allgemeine Informationen zur Europawahl finden Sie hier:

Europäisches Parlament, Verbindungsbüro in Deutschland

Bundeswahlleiter

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat