21.06.2018

Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Rat erzielt allgemeine Ausrichtung

Am 21. Juni hat der Rat beim Gesetzespaket Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine allgemeine Ausrichtung erzielt, die Voraussetzung für die Aufnahme von abschließenden Trilogverhandlungen mit Parlament und EU-Kommission.

Das Verhandlungsmandat beinhaltet folgende wichtigste Punkte:

Zusätzliche Vatertage um die Geburt des Kindes

Geplant ist nun, dass Väter mindestens 10 zusätzliche freie Tage rund um die Geburt des Kindes nehmen können. Die Höhe des dann zu zahlenden Verdienstausfalls sollen die Mitgliedstaaten festlegen.

Elternzeit

Die Mindeststandards für die Elternzeit sollen aktualisiert werden. Der Rat will das bestehende individuelle Recht von vier Monaten zwar aufrechterhalten, es soll jedoch künftig zwei zusammenhängende, nicht-übertragbare Monate enthalten. Mindestens 1,5 Monate davon sollen mit einem Lohnausfall bezahlt werden, über dessen Höhe die Mitgliedstaaten entscheiden.

Der Beschäftigungsausschuss des Europäischen Parlaments wird voraussichtlich am 11. Juli über das Paket abstimmen und eventuell ebenfalls eine allgemeine Ausrichtung beschließen.