08.02.2018

Neue Westbalkan-Strategie der EU

Wie von Kommissionspräsident Juncker in seiner Rede zur Lage der Union 2017 angekündigt, hat die EU-Kommission am Dienstag eine Strategie für eine glaubwürdige Erweiterungsperspektive und für ein verstärktes Engagement der EU gegenüber dem westlichen Balkan angenommen. Serbien, Montenegro, Bosnien-Herzegowina, Albanien, Mazedonien und Kosovo rücken damit verstärkt in den Fokus der EU.

Die EU ist bereits jetzt der wichtigste Geber und Investor in der Region und ein wichtiger politischer Partner der westlichen Balkanländer. Mit einem jährlichen Handelsvolumen von insgesamt 43 Mrd. Euro ist sie auch der größte Handelspartner.

Die Strategie enthält einen Aktionsplan mit sechs konkreten Leitinitiativen, die auf spezifische Bereiche von gemeinsamem Interesse abzielen: Rechtsstaatlichkeit, Sicherheit und Migration, sozioökonomische Entwicklung, Anbindung an die Verkehrs- und Energienetze, digitale Agenda, Aussöhnung und gutnachbarlicher Beziehungen. Für diese Bereiche sind im Zeitraum 2018 bis 2020 konkrete Maßnahmen vorgesehen.

Die besten Chancen haben Montenegro und Serbien. Nur mit ihnen sind bereits Beitrittsverhandlungen geführt worden. Als frühestmöglicher Erweiterungstermin gilt 2025.

Die Strategie finden Sie auf Englisch hier:

https://ec.europa.eu/commission/sites/beta-political/files/communication-credible-enlargement-perspective-western-balkans_en.pdf