17.05.2018

Europaparlament: Industrieausschuss stimmt über Entschließungsantrag zur KMU-Definition ab

Der zuständige Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie des Europäischen Parlaments (ITRE) hat am 16. Mai mit 29 Ja-Stimmen (2 Gegenstimmen) für den Entschließungsantrag zur KMU-Definition von Berichterstatter Dr. Markus Pieper (CDU, EVP) gestimmt.

Die Abgeordneten fordern in dem Entschließungsantrag eine klare und angemessene KMU-Definition, die im Wesentlichen so bleiben soll wie bisher. Besonders positiv ist, dass die Grenze von 250 Mitarbeitern als zentrales Kriterium beibehalten werden soll. Die EU-Kommission wird aufgefordert, die Anpassung der finanziellen Schwellenwerte für Umsatz (bis 50 Mio. €) und Bilanzsumme (bis 43 Mio. €) an die Inflation und die gestiegene Arbeitsproduktivität seit 2003 zu prüfen.

Damals war die europäische KMU-Definition verabschiedet worden. Um sie einzuhalten, dürfen Unternehmen nicht mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen und müssen zumindest unter einem der beiden finanziellen Schwellenwerte liegen. Erfüllen sie dieses Kriterium, können sie von speziellen Förderkonditionen und bürokratischen Entlastungen profitieren. Die KMU-Definition soll allerdings nicht auf mittelgroße Unternehmen (sog. Mid Caps) ausgeweitet werden. Ihre spezifischen Bedürfnisse wollen die Abgeordneten mit einer eigenen Definition adressieren.

Das Plenum wird voraussichtlich im Juli über den Entschließungsantrag abstimmen. Parallel geht die Evaluierung durch die EU-Kommission bis Sommer/Herbst 2018 weiter. Bis Ende der Legislaturperiode will die Behörde einen Vorschlag zur Überarbeitung der aktuellen KMU-Definition vorlegen.

Hier finden Sie die vollständige Pressemitteilung des ZDH:

https://www.zdh.de/fachbereiche/europapolitik/eu-news/kmu-definition-nicht-verwaessern/