19.04.2018

Europäischer Berufsausweis: EU-Kommission legt Zwischenergebnisse vor

Zwei Jahre nach Inkrafttreten des Europäischen Berufsausweises hat die EU-Kommission erste Ergebnisse zur Zufriedenheiten und Problemen bei der Anwendung präsentiert. Derzeit gilt der Ausweis für die fünf Berufsgruppen Immobilienmakler, Krankenschwestern, Bergführer, Pharmazeuten und Physiotherapeuten.

Nach den Erhebungen der Kommission wurden im Zeitraum vom 18. Januar 2016 bis zum 30. November 2017 insgesamt 3.997 Anträge auf Ausstellung eines Europäischen Berufsausweis gestellt und davon 1.758 genehmigt. Dies entspricht einer Genehmigungsquote von 44 %. Die meisten Anträge entfielen auf die Physiotherapeuten.

Der Alarmmechanismus, der in Fällen von Betrug oder Entzug der Arbeitserlaubnis die Behörde im Zielland warnen soll, wurde im Zeitraum seit dem 18. Januar 2016 13.597 Mal ausgelöst. In den meisten Fällen handelte es sich um den nachträglichen Entzug der Arbeitserlaubnis. Fünf Warnungen bezogen sich auf gefälschte Dokumente. Die meisten Warnungen wurden für die Krankenschwestern ausgesprochen. Die Ergebnisse wurden zeitgleich zum zehnjährigen Bestehen des Binnenmarkt-Informationssystems IMI veröffentlicht.