05.04.2018

EU-Kommission will Kosten für grenzüberschreitende Euro-Zahlungen senken

Die EU-Kommission hat am 28. März einen Vorschlag zur Senkung der Kosten für grenzüberschreitende Zahlungen in der Europäischen Union veröffentlicht. Im Euroraum macht es schon heute keinen Unterschied, ob Transaktionen im eigenen Land oder mit einem anderen Mitgliedstaat abwickelt werden. Der neue Vorschlag soll diesen Vorteil auf Nicht-Euro-Mitgliedstaaten ausweiten.

Der Verordnungstext sieht vor, dass für alle grenzüberschreitenden Zahlungen in Euro innerhalb und außerhalb der EU der gleiche Preis erhoben wird wie für inländische Zahlungen in der lokalen amtlichen Währung. Zudem schlägt die Kommission vor, dass die Transparenz und der Wettbewerb von Währungsumrechnungsdiensten verbessert werden, insbesondere wenn Verbraucher Waren oder Dienstleistungen in einer anderen Währung erwerben.

Die aktuell geltenden Entgelte sind nach Einschätzung der Kommission zu hoch und ein Hindernis für den Binnenmarkt, da hierdurch Barrieren für grenzüberschreitende Tätigkeiten sowie für kleine und mittlere Unternehmen aufgebaut werden. Außerdem soll zukünftig gewährleistet werden, dass die Verbraucher umfassend über die Kosten einer Währungsumrechnung informiert werden.

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde wird nun beauftragt, die notwendigen technischen Regulierungsstandards zu erarbeiten, um für mehr Transparenz zu sorgen. Der Vorschlag wird an das Europäische Parlament und den Rat zur Annahme weitergeleitet.

Den Verordnungsvorschlag finden Sie hier auf Deutsch:

https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/initiative/215202/attachment/090166e5b9971672