14.11.2019

EU-Kommission stellt Herbstprognose 2019 vor

Die EU-Kommission hat am 7. November ihre Herbstprognose 2019 vorgestellt. Danach wächst die europäische Wirtschaft nun das siebte Jahr in Folge, die Arbeitsmärkte bleiben robust und die Arbeitslosigkeit sinkt. Angesichts zunehmender Unsicherheit und sich verschlechternder weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen stehe die europäische Wirtschaft allerdings möglicherweise vor einer längeren Phase mit gedämpftem Wachstum und geringer Inflation.

Laut Kommission bremst der anhaltende Handelskonflikt zwischen den USA und China die Investitionen, das verarbeitende Gewerbe und den internationalen Handel. Das europäische Wachstum werde daher von der Stärke eher binnenorientierter Branchen abhängen. Diese wiederum seien angewiesen auf einen das Lohnwachstum stützenden Arbeitsmarkt, günstige Finanzierungsbedingungen und eine in einigen Mitgliedstaaten konjunkturfreundliche Fiskalpolitik. EU-Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis rief Mitgliedstaaten mit haushaltspolitischem Spielraum dazu auf, diesen auch zu nutzen.

Die Arbeitslosigkeit im Euroraum wird laut Kommission von 7,6 % in diesem Jahr bis 2021 auf 7,3 % sinken. Die Inflation im Euroraum dürfte sich im gleichen Zeitraum bei 1,3 % stabilisieren, die Schuldenquote sich auf etwa 84 % der Wirtschaftsleistung verringern.

Hier finden Sie die vollständige Herbstprognose auf Englisch. 

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