13.02.2020

EU-Kommission legt Winterprognose vor

Am 13. Februar hat die EU-Kommission ihre volkswirtschaftliche Winterprognose veröffentlicht. Es handelt sich um eine kürzere Zwischenprognose. Die nächste vollständige Wirtschaftsprognose wird am 7. Mai veröffentlicht.

EU

Für 2020 und 2021 geht die Kommission in der EU jeweils von einem Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent aus. Insgesamt bleibt das Wachstum damit sehr konstant und verlängert die längste europäische Wachstumsperiode seit Einführung des Euros. Für das Preisniveau (HICP) wird ein Wachstum von 1,5 Prozent in 2020 und 1,6 Prozent in 2021 erwartet.

Die Stabilität des erwarteten Wachstums wird mit einer konstant hohen Binnennachfrage, einer guten Entwicklung der Beschäftigungsquote und robustem Lohnwachstum begründet. Auch erwartete öffentliche Investitionen in digitale und Transportinfrastruktur spielen eine Rolle. Insgesamt trotz Europa somit externen (globalen) Unsicherheiten und Herausforderungen.

Risiken ergeben sich vor allem aus den zukünftigen Beziehungen zu Großbritannien, der Handelspolitik der USA, sozialen Verwerfungen in Lateinamerika und dem Coronavirus.

Deutschland

Für Deutschland erwartet die Kommission ein Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent in 2020 und 2021, verglichen mit 0,6 Prozent in 2019. Auch hier sind die Wachstumstreiber vor allem der private und öffentliche Binnenkonsum, die Beschäftigung und das Lohnwachstum. Bedeckt hält sich das Wachstum trotzdem aufgrund der aktuell geringeren Nachfrage nach Deutschlands Hauptexportgütern.

Die vollständige Winterprognose der EU-Kommission finden Sie auf Englisch hier.

Die Vorhersage für Deutschland gibt es auf Englisch hier.