28.06.2019

EU-Kommission legt Vorschläge zu Ethik-Leitlinien und Politikanforderungen für Künstliche Intelligenz (KI) vor

Am 26. Juni hat die von der EU-Kommission eingesetzte Expertengruppe auf der KI-Allianz-Konferenz in Brüssel ihre Prinzipien und Anforderungen vorgelegt. Sie soll Aufschluss darüber geben, wie ein auf den Menschen ausgerichteter Ansatz in der Künstlichen Intelligenz aussehen soll und welche Schritte Europa in Zukunft unternehmen muss, um die Entwicklung und Nutzung vertrauensvoller KI "Made in Europa" voranzutreiben.

In ihrem Bericht schlägt die Expertengruppe vor, die öffentlichen und privaten Investitionen in KI in den nächsten zehn Jahren auf 20 Mrd. Euro jährlich zu erhöhen.

Folgende Prinzipien hat die Expertengruppe vorgelegt:

· Menschen und Gesellschaft stärken und schützen

· Umgestaltung des privaten Sektors in Europa

· Europas öffentlichen Sektor als Katalysator für nachhaltiges Wachstum und Innovation nutzen

· Sicherstellung erstklassiger Forschungskapazitäten

· Daten- und KI-Infrastruktur ausbauen

· angemessene Kompetenzen und Ausbildung in KI sicherstellen

· Neugestaltung der Bildungssysteme von der Vorschule zur Hochschulbildung

· Schaffung eines angemessenen Governance- und Regulierungsrahmens

· Beschaffung von Fördermitteln und Investitionen

Die EU-Kommission wird bis zum 1 Dezember eine gezielte Pilotphase einleiten, um Feedback zu erhalten und Konsens darüber zu gewinnen, wie die ethischen Leitlinien für Künstliche Intelligenz in der Praxis umgesetzt werden können. Der ZDH ist der KI-Allianz im April 2019 beigetreten.