08.05.2018

EU-Kommission legt Bericht zur Angemessenheit von Renten und Pensionen vor

Die EU-Kommission hat am 30. April ihren Bericht zur Angemessenheit der Renten- und Pensionshöhe 2018 vorgelegt. Darin wird untersucht, wie die derzeitigen und künftigen Renten und Pensionen dazu beitragen, Altersarmut zu verhindern und die Renten für die Dauer des gesamten Ruhestands zu erhalten.

Laut dem Bericht sind heute 1,9 Mio. weniger Menschen von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht als noch vor zehn Jahren. Zudem sei die Zahl der älteren Arbeitnehmer ab 65 Jahren in den letzten drei Jahren um 4,1 Mio. gestiegen.

Die Renten und Pensionen von Frauen sind laut dem Bericht allerdings rund 37 % niedriger als die von Männern. Gründe dafür seien niedrigere Gehälter und ein kürzeres Erwerbsleben aufgrund von Betreuungs- und Pflegeaufgaben. Auch atypisch Beschäftigte und Selbstständige hätten häufig weniger günstige Bedingungen für den Zugang zu und den Erwerb von Rentenansprüchen als herkömmlich Beschäftigte.

Die Kommission ruft die Mitgliedstaaten auf, das geschlechtsspezifische Gefälle bei Renten und Pensionen zu überwinden. Dazu soll die Chancengleichheit von Männern und Frauen gefördert und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreicht werden.

Wichtig sei in diesem Zusammenhang, die Rentenversorgung auf atypisch Beschäftigte und Selbstständige auszuweiten und eine zusätzliche Altersvorsorge zu fördern.

Hier finden Sie eine Bewertung aller Mitgliedstaaten auf Englisch:

http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=738&langId=en&pubId=8085&furtherPubs=yes