12.06.2019

EU-Agentur reguliert Drohneneinsatz

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) in Köln hat am 11. Juni die Durchführungsverordnung über die Vorschriften für den Gebrauch von Drohnen veröffentlicht. Drohnen werden im Handwerk, insbesondere von Dachdeckern, vermehrt benutzt. Durch die Schaffung einheitlicher europäischer Regeln soll ihr Einsatz vereinfacht werden. Die neuen Regeln ersetzen die Vorschriften der EU-Mitgliedstaaten.

Ab 2020 müssen Drohnenpiloten grundsätzlich bei den nationalen Behörden registriert sein. Für den Drohnenpiloten gibt es die drei Kategorien offen, speziell und zulassungspflichtig. Für den Betrieb in der offenen Kategorie muss der Pilot vor dem Gebrauch weder eine Betriebsgenehmigung einholen noch eine Betriebserklärung abgeben.

Folgende Kriterien müssen in der offenen Kategorie erfüllt sein:

- Die Drohne muss weniger als 25 Kilogramm wiegen

- Die Drohne darf nicht höher als 120 Meter fliegen (in Deutschland bisher 100 Meter)

- Der Benutzer muss die Drohne immer in Sichtweise behalten 

- Die Drohne darf nicht über größere Menschenansammlungen fliegen

- Die Drohne darf keine gefährlichen Güter mitführen

Die Mitgliedstaaten können sogenannte Flugverbotszonen definieren, in die Drohnen durch die satellitengestützte Geolokalisierung nicht eindringen dürfen. Flugverbotszonen können Flughäfen, Flugplätze oder Stadtzentren umfassen.

Die Mitgliedstaaten müssen die neuen Bestimmungen bis Juni 2020 umsetzen.

Die Durchführungsverordnung finden Sie hier