01.03.2018

Entsenderichtlinie: EU-Institutionen erzielen Grundsatzeinigung

EU-Kommission, Rat und EU-Parlament haben sich am Mittwoch auf der 7. Trilogsitzung zur Revision der Entsenderichtlinie auf eine gemeinsame Haltung verständigt. Die vorläufige Einigung sieht den Grundsatz gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort sowie mehr Rechtssicherheit für Arbeitnehmer und Arbeitgeber vor.

Die Entsendehöchstdauer wurde auf 12 Monate festgelegt. Sie kann in Ausnahmefällen auf bis zu 18 Monate erweitert werden. Die entsandten Arbeitnehmer sollen vom ersten Tag an die gleichen Tariflöhne wie ihre einheimischen Kollegen bekommen, einschließlich Zulagen wie ein dreizehntes Monatsgehalt oder Schlechtwetter-Zuschläge. Reise- und Unterbringungskosten dürfen entsandten Arbeitnehmern nicht vom Lohn abgezogen werden.

Es wird erwartet, dass die amtierende bulgarische Ratspräsidentschaft das Dossier bis Juni abschließt. Rat und Parlament müssen dem vorläufigen Kompromiss noch endgültig zustimmen.