08.05.2019

Bertelsmann-Stiftung: Deutschland profitiert pro Kopf vom EU-Binnenmarkt

Die Bertelsmann-Stiftung hat am 8. Mai eine Studie zu den ,,Ökonomischen Effekten des EU-Binnenmarktes in Europas Ländern und Regionen'' veröffentlicht. Die Arbeit untersucht, wie sich der Binnenmarkt auf die wirtschaftliche Entwicklung von rund 300 Regionen Europas auswirkt. Analysiert werden Einkommensveränderungen sowie Änderungen der Produktivität und Preisaufschläge, die auf den Binnenmarkt zurückzuführen sind.

Demnach belaufen sich die aggregierten Einkommenszuwächse für die EU insgesamt auf rund 420 Mrd. Euro pro Jahr, was einer Wirtschaftsleistung von 2,5 % der gesamten EU entspricht. An der Spitze stehen Länder wie Luxemburg (2.834 €) und Irland (1.894 €), aber auch das Nicht-EU-Mitglied Schweiz (2.914 €). In unterschiedlichem Ausmaß profitieren alle Länder, die einen Zugang zum EU-Binnenmarkt haben.

Ganz besonders jedoch kleine, offene Volkswirtschaften mit starker Handelsorientierung und hoher Wettbewerbsfähigkeit - neben den bereits genannten etwa Österreich (1.583 €), die Niederlande (1.516 €) und Belgien (1.627 €). Aber auch in großen europäischen Volkswirtschaften wie Deutschland (1.046 €) führt der Binnenmarkt zu Einkommensgewinnen. Dabei profitieren Länder im geographischen Zentrum Europas stärker, insbesondere im Vergleich zur südlichen Peripherie. Dies liegt an einer stärkeren Exportorientierung der Länder im Zentrum und einer insgesamt höheren Wettbewerbsfähigkeit.

Die Studie finden Sie hier.