01.06.2018

Annahme der Revision der Entsenderichtlinie durch das Europäische Parlament

Das Plenum des Europäischen Parlaments hat am 29. Mai 2018 mit 456 zu 147 Stimmen bei 49 Enthaltungen für den Kompromiss zur Revision der Entsenderichtlinie gestimmt.

Im Rahmen der vorherigen Aussprachen übten insbesondere Abgeordnete aus Osteuropa starke Kritik an der Revision.

Die Entsendehöchstdauer wurde auf 12 Monate festgelegt. Sie kann in Ausnahmefällen auf bis zu 18 Monate erweitert werden. Die entsandten Arbeitnehmer sollen vom ersten Tag an die gleichen Tariflöhne wie ihre einheimischen Kollegen bekommen, einschließlich Zulagen wie ein dreizehntes Monatsgehalt oder Schlechtwetter-Zuschläge. Reise- und Unterbringungskosten dürfen entsandten Arbeitnehmern nicht vom Lohn abgezogen werden. Die Richtlinie tritt voraussichtlich Mitte 2020 in Kraft.