12.06.2018

Tachographenpflicht: Handwerk setzt auf die Europaabgeordneten

ZDH

Am 4. Juni hat der Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments die Ausdehnung der Pflicht zum Einbau eines digitalen Tachographen auf Fahrzeuge zwischen 2,4 und 3,5 Tonnen im grenzübergreifenden Verkehr beschlossen. Ein überraschend angenommener Vorschlag des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten soll jedoch die Belastungen für das Handwerk minimieren, indem die Vorschriften nur für das Transportgewerbe gelten.

Dazu erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks:

„Mit der im letzten Augenblick angenommenen Formulierung berücksichtigen die Abgeordneten eine langjährige Forderung des Handwerks, Transporte außerhalb des eigentlichen Verkehrsgewerbes im Bereich unter 3,5 Tonnen von der Tachographenpflicht auszunehmen. Es kommt jetzt darauf an, dass dieses positive Zwischenergebnis in den weiteren Verhandlungen und besonders bei der abschließenden Plenumsabstimmung bestätigt wird.

Gerade in den Grenzgebieten zu Dänemark, Belgien, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich gehören grenzüberschreitende Tätigkeiten zum Alltag vieler Betriebe. Diese Dachdecker, Bäcker und Tischler brauchen pragmatische und realistische Lösungen, um auch weiterhin ihrer Haupttätigkeit nachgehen zu können. Und dazu gehören - anders als bei Berufskraftfahrern - sicherlich nicht die Lenkzeiten.“