Fortbildungsprüfungen

Fortbildungsangebote, die mit einer öffentlich-rechtlichen Prüfung der Handwerkskammer abschließen, sind in besonderer Weise qualitätsgesichert und genießen daher einen besonderen Stellenwert auf dem Arbeitsmarkt. Bei den Fortbildungsprüfungen ist zu unterscheiden zwischen

  1. Fortbildungsprüfungen, die auf Grundlage einer bundeseinheitlichen Rechtsverordnung nach § 42 HwO abgenommen werden und
  2. Prüfungen, die auf einer Regelung der Handwerkskammer nach § 42a HwO beruhen und damit vor allem regionale Bedeutung haben.

 

Fortbildungsprüfungen auf Grundlage von Bundesrechtsverordnungen nach § 42 HwO

Fortbildungen mit bundesweit hohen Teilnehmerzahlen und überregionalem Qualifikationsbedarf schließen i. d. R. mit einer bundesrechtlich geregelten öffentlich-rechtlichen Prüfung vor der Handwerkskammer ab. In einer Fortbildungsordnung des Bundes sind u. a. die Abschlussbezeichnung, Inhalte und Anforderungen der Prüfung sowie das Zulassungsverfahren geregelt. Die konkrete Ausgestaltung der Fortbildungsordnung ist abhängig vom Gegenstand der jeweiligen Fortbildung. In einer Fortbildungsprüfung werden z. B. häufig komplexe Projektarbeiten durchgeführt.

 

Eine Fortbildungsprüfung wird – wie eine Gesellenprüfung - in der Regel durch ein dreiköpfiges Prüfungsgremium abgenommen. Das Prüfungsverfahren wird durch eine Prüfungsordnung der Handwerkskammer festgelegt. Die Empfehlung für  bundeseinheitliche Fortbildungsprüfungsordnungen der Handwerkskammern finden Sie unter www.bibb.de.

 

Fortbildungsprüfungen auf Grundlage von Kammerregelungen nach § 42a HwO

Soweit die zuständigen Bundesministerien auf einem Gebiet noch keine Fortbildungsordnung nach § 42 HwO erlassen haben, können die Handwerkskammern über ihre Gremien eigenständige Fortbildungsregelungen treffen und auf dieser Grundlage Prüfungen durchführen. Das Prüfungsverfahren gestaltet sich in diesem Fall nicht anders als für Fortbildungsprüfungen, die auf Grundlage von Bundesregelungen erfolgen. Das Prüfungsverfahren richtet sich ebenfalls nach der Prüfungsordnung der Handwerkskammer.

 

Wenn sich abzeichnet, dass es für einzelne Kammerreglungen nach §42a HwO überregional einen hohen Bedarf gibt, so wird in einem Ordnungsverfahren unter Federführung des ZDH eine DHKT-Empfehlung für Fortbildungsprüfungen nach §42a erarbeitet. Dabei werden die verschiedenen bestehenden Kammerregelungen zu einer Regelung zusammengeführt und anschließend dem Berufsbildungsausschuss zur Empfehlung vorgelegt.