junger Mann auf der Walz
Foto: AdobeStock/Blickfang

Walz

Die Wanderschaft, auch Walz und Tippelei genannt, ist eine ca. 800 Jahre alte Tradition die ursprünglich im gesamten europäischen Raum verbreitet war. Heutzutage wird sie hauptsächlich noch in Frankreich, Dänemark und den deutschsprachigen Ländern gepflegt.

Der Grundgedanke ist seit jeher der Gleiche: Nach der Ausbildung verlassen junge Handwerkerinnen und Handwerker ihren Heimatort für drei Jahre und einen Tag, um mehr über ihr Handwerk und sich selbst zu lernen. Während dieser Zeit tragen sie die traditionelle Kleidung (Kluft) und dürfen sich ihrem Heimatort nicht mehr als 50 km nähern.

Es gibt für die Wandergesellinnen und Wandergesellen entweder die Möglichkeit in einer Organisation (Schacht) zu reisen oder als Freireisende unterwegs zu sein. Zur Zeit gibt es acht Schächte, die jeweils nach eigenen Kriterien organisiert sind.

Die Walz dient nicht dem Erwerb wirtschaftlicher Vorteile, sondern dem Ziel, sich mit den Arbeitspraktiken und Lebensgewohnheiten anderer Menschen in anderen Ländern vertraut zu machen und sich auf diese Weise beruflich weiterzubilden sowie die eigene Lebenserfahrung zu erweitern.

ZDH-Kompakt: Internationalität und Walz

ZDH-Kompakt
(PDF)
Internationalität und Walz: Das Abenteuer Handwerk


Ihr Ansprechpartner

Dr. Christian Sperle
Berufliche Bildung
Tel: +49 30 20619-305
Fax: +49 30 20619-59305
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