Wege in Ausbildung für Flüchtlinge

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Mit der gemeinsamen Initiative "Wege in Ausbildung für Flüchtlinge" wollen BMBF, BA und ZDH Flüchtlingen die Chance auf eine betriebliche Ausbildung im Handwerk eröffnen. Die Initiative basiert auf dem ZDH-Konzept "Flexibles Qualifizierungs- und Betreuungssystem für anerkannte Asylbewerber, Geduldete und Flüchtlinge mit Bleibeperspektive im Handwerk" und sieht ein dreistufiges Verfahren für einen Übergang in eine betriebliche Ausbildung vor. Junge Flüchtlinge mit einem Sprachniveau von vorzugsweise B1 erhalten im Rahmen der BA-Maßnahme PerjuF-Handwerk eine allgemeine Berufsorientierung, die vor allem den Umgang mit verschiedenen, im Handwerk gebräuchlichen Werkstoffen umfasst. Begleitend finden berufsbezogene Sprachkurse statt und die Teilnehmer werden durch einen Sozialpädagogen betreut.

Nach der Identifikation von bis zu drei Ausbildungsberufen in den während der Maßnahme erprobten Berufsfeldern, die der Eignung und Neigung des Teilnehmers entsprechen, erfolgt der Übergang in das BMBF-Programm "Berufsorientierung für Flüchtlinge (BOF)". In den Bildungszentren wird die Betreuung durch einen Sozialpädagogen und der berufsbezogene Sprachunterricht im Rahmen einer intensiven, bis zu 26-wöchigen Berufsorientierung fortgesetzt.

Sofern noch eine zeitliche Lücke bis zum Ausbildungsbeginn zu überbrücken ist, soll eine betriebliche Einstiegsqualifizierung oder ein Orientierungspraktikum stattfinden. Liegt keine Eignung für eine betriebliche Ausbildung vor, kann auch ein Übergang in eine außerbetriebliche Ausbildung erfolgen.

Die Initiative schließt eine Lücke der Bildungskette, indem sie Flüchtlingen eine komprimierte Berufsorientierung und Berufsvorbereitung bietet, die Bildungsinländern nicht zuletzt durch die Bildungsketteninitiative an den allgemeinbildenden Schulen und am Übergang in Ausbildung zur Verfügung steht.

Weiterführende Informationen, Informationsmaterial und Flyer finden Sie auf den Seiten des Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Weiter Informationen zur Initiative "Wege in Ausbildung für Flüchtlinge" finden Sie hier.