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Entwicklung des ländlichen Raums

Handwerkliche Betriebe prägen in großer Vielfalt die Wirtschaft des ländlichen Raums und sichern maßgeblich die Versorgungsstrukturen und das gesellschaftliche Leben in Dörfern und Kleinstädten. Da in der Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten die Beschäftigtenzahl deutlich gesunken ist, tritt die Bedeutung des Handwerks noch stärker hervor.

Im Fokus der Politik für ländliche Regionen standen bisher vorrangig agrarbezogene Maßnahmen. Mit diesem Politikansatz ist es heute jedoch nur noch in begrenztem Maße möglich, nachhaltigen Einfluss auf Lebensqualität und Wirtschaftskraft auf dem Land zu nehmen und unter den Bedingungen der rückläufigen Bevölkerungszahl Versorgungsstrukturen zu sichern.


Ländlicher Entwicklungsprogramme (ELER Verordnung)

Die Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum für die Förderperiode 2007 bis 2013 konnten in den Bundesländern mittlerweile abgeschlossen und durch die Europäische Kommission genehmigt werden werden.   Link

Informationen zu den ELER Programmen stellt die  Deutsche Vernetzungsstelle ländliche Räume (DVS) bereit.

Zielsetzungen der europäischen Politik für ländliche Raume.  Link

Aus Sicht der Handwerksorganisationen ist die Einbeziehung des ländlichen und kleinstädtischen Handwerks in die Entwicklungsprogramme nur sehr unzureichend erfolgt. Nur wenige Länder haben die neue Zielsetzung der europäischen Politik zur integrierten Entwicklung des ländlichen Raums konsequent aufgegriffen und alle wirtschaftlichen Akteure in die Förderprogramme eingebunden, um zur Diversifizierung und Stabilisierung der ländlichen Wirtschaft beizutragen.  

Möglichkeiten für intergrierte Ansätze unter Einbeziehung des Handwerks bieten sich insbesondere  im Rahmen des Projekts  "Regionen Aktiv".


Materialien zur Veranstaltung "Landwirtschaft und Handwerk - Gemeinsam erfolgreich im Ländlichen Raum"

Die Materialien der Veranstaltung „Landwirtschaft und Handwerk - Gemeinsam erfolgreich im Ländlichen Raum“, die am 28. September 2011 im ZDH in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bauernverband und der „Deutschen Vernetzungsstelle ländliche Räume“ durchgeführt wurde, stehen zum Download bereit (Vorträge und Beispielprojekte der Kooperation im ländlichen Raum).

 http://www.netzwerk-laendlicher- raum.de/service/veranstaltungen/dvs-archiv/2011/landwirtschaft-und- handwerk

Da in Zusammenarbeit mit dem Bauernverband eine Fortsetzung der Sammlung guter Beispiele integrierter Konzepte der Kooperation im ländlichen Raum vorgesehen ist, sind wir für entsprechende Hinweise auf regionale Initiativen mit Beteiligung des Handwerks dankbar (z.B. Entwicklung regionaler Wertschöpfungsketten, Regionalmarken, regionale Nahversorgungs-, Tourismus- oder Energiekonzepte: Mail:  benke@zdh.de).


Vorschlagspapier zur Integration des Handwerks in die Förderung des ländlichen Raums 

2005 hat der ZDH einen  Vorschlagskatalog zur Integration das Handwerks in die Förderung des ländlichen Raums erarbeitet.     


Positionspapier zur Weiterentwicklung der nationalen Politik für ländliche Räume

Ende 2007 hat der ZDH gegenüber den mit Regionalpolitik befassten Bundesministerien ein  Positionspapier zur Weiterentwicklung der nationalen Politik für ländliche Räume vorgelegt.


Gemeinsames Positionspapier des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks und des Bundesverbandes der Regionalbewegung (Stand April 2008)

ZDH und Regionalbewegung bekennen sich zur großen Bedeutung, die der Regionalität für ein nachhaltiges Wirtschaften zukommt. Durch seine regionale Verwurzelung, die Entwicklung von regionalen Wertschöpfungsketten und die vor Ort aktiv ausgeübte soziale Verantwortung trägt das Handwerk im Zeitalter der Globalisierung wesentlich zur Sicherung von Lebensqualität in den Regionen, insbesondere im ländlichen Raum, bei.

 "Regionalentwicklung im Spannungsfeld der Globalisierung. Stellenwert des Handwerks in Deutschland


Startschuss zum Tag der Regionen 2008 am 25.09.2008

Starke Partner an der Seite der Regionalbewegung: Handwerk und Sparkassen „Klimaschutz durch kurze Wege“

Unter diesem Motto beginnt am 25. September der „Tag der Regionen 2008“. Bundesweit vermitteln rund 1000 regionale Veranstaltungen die Bedeutung von Regionalität und Nachhaltigkeit. In Berlin geben der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) gemeinsam mit dem Bundesverband der Regionalbewegung (BRB) den Startschuss.  [weiteres]

 


Weitere Aspekte der Entwicklung des ländlichen Raums aus Sicht des Handwerks

Positiv zu werten sind die Äußerungen des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, dass sich im Gegensatz zu zahlreichen Länderagrarministerien eindeutig zu einem integrierten Ansatz der ländlichen Entwicklung bekennt.  

Der damalige Bundesminister Seehofer hat 2009 eindeutig klargestellt, dass "der ländliche Raum […] wirtschaftlich nur auf zwei Beinen sicher [steht]. Das zweite große Wirtschaftsstandbein bilden die vielen klein- und mittelständischen Betriebe, nicht zuletzt das Handwerk. […] Handwerker können eine Region stark machen." ( vollständiger Text)  

Mittelfristig strebt das BMELV eine Neukonzeption der deutschen Förderpolitik für den ländlichen Raum an. Zur Vorbereitung dieser Neuausrichtung diente auch eine ab Ende 2006 durchgeführte Veranstaltungsreihe zur "Zukunft der ländlichen Räume", die auf  folgender Webseite dokumentiert wird.

Auf der  Veranstaltung  "Wirtschaft in ländlichen Räumen" am 22. Februar 2007 in Münster wurde die Bedeutung der nichtlandwirtschaftlichen Gewerbe im ländlichen Raum für dessen Entwicklung nochmals deutlich herausgestellt. Der Tagungsbeitrag "Handwerk – Zukunftsgestalter mit Tradition und Innovation" wurde uns von Frau Cornelia Philipp (Unternehmerfrauen im Handwerk e.V.) zur Verfügung gestellt ( Download).  

Für die weitere Diskussion bezüglich einer besseren Einbeziehung des Handwerks in die Förderung des ländlichen Raums bietet auch eine aktuelle Studie der OECD wichtige Argumentationshilfen. Dieser  "Prüfbericht zur Politik für ländliche Räume" kritisiert, die weiterhin bestehende Fokussierung auf die Landwirtschaft und die "fehlende Vision für eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums" in Deutschland.


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Ihr Ansprechpartner

Dr. Carsten Benke
Wirtschafts- und Umweltpolitik
Tel.: 030 20619-264
Fax: 030 2061959-264
 benke@zdh.de

 
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