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ZDH-Kurzbericht Konjunktur 2. Quartal 2009

Handwerk behauptet sich – Konjunktur noch relativ stabil

+++ Leichte Frühjahrsbelebung führt zu besserer Stimmung +++ Erwartungen aus erstem Quartal übertroffen +++ Vorjahresergebnisse werden jedoch nicht erreicht +++ Umsätze und Beschäftigung auf niedrigerem Niveau stabilisiert +++ Auftragsreichweiten und Betriebsauslastung noch zufriedenstellend +++ Stark gespaltene Konjunkturverläufe in den Branchen +++ Geschäftserwartungen der Inhaber noch zuversichtlich, bei harten Indikatoren aber rückläufig +++

Die größte Rezession der Nachkriegszeit lässt das Handwerk nicht unberührt, aber die Handwerksbetriebe können sich insgesamt behaupten. Nachdem die Handwerkskonjunktur zu Jahresbeginn sowohl durch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise als auch durch die starken Witterungseinflüsse deutlich gebremst wurde, hat sich die Geschäftsentwicklung im 2. Quartal 2009 aus saisonalen Gründen leicht belebt. Zwar konnte die gute Geschäftslagebeurteilung aus dem Vorjahresquartal (76 Prozent) nicht mehr erreicht werden, immerhin knapp 72 Prozent der Betriebsinhaber und damit 8 Prozentpunkte mehr als im ersten Quartal berichten aber über eine zufriedenstellende oder gute Geschäftslage. Auch alle übrigen Konjunkturindikatoren liegen leicht unter den Vorjahresergebnissen. Dennoch haben die Umsatz– und Auftragsentwicklung im Vergleich zum Jahresbeginn leicht zugelegt und die Personalsituation hat sich stabilisiert. Dabei wird die erfreuliche Entwicklung im wesentlichen von der Belebung in den Bau- und Ausbauhandwerken getragen, während der gewerbliche Zuliefersektor stark unter den Folgen der Wirtschaftskrise leidet. Neben der aktuellen saisonalen Belebung rechnen rund 70 Prozent der Inhaber auch in den kommenden Monaten mit einer stabilen Entwicklung, wenngleich auf niedrigerem Niveau. Ein genauerer Blick zeigt aber, dass die Erwartungen bei den harten Indikatoren auf Rückgänge gerichtet sind, vor allem im Kfz-Gewerbe.


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Dr. Peter Weiss
Wirtschafts- und Umweltpolitik
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