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PPP
Die Thematik "public private partnership" (PPP/ÖPP) gewinnt in den letzten Monaten deutlich an Dynamik. Ein Reihe neuer Modellprojekte zur Realisierung öffentlicher Bauvorhaben wurde bereits begonnen oder befindet sich in Planung.
Die aktuelle Entwicklung wird von der Handwerkorganisation weiterhin offen, gleichzeitig aber auch kritisch verfolgt. Die von offizieller Seite immer wieder proklamierte Mittelstandsgerechtigkeit dieses Instrumentes hat sich bisher noch nicht ausreichend bewiesen. Vor diesem Hintergrund ist es deshalb wichtig, in die aktuelle Debatte spezifische handwerksrelevante Aspekte einzubringen.
Im Bund und in den einzelnen Ländern wurden zur besseren Umsetzung dieses Instrumentes sogenannte "task forces" gebildet.
Weitere Arbeitsgruppen in den Ländern (Auswahl):
- Task Force Sachsen-Anhalt
- Public Private Partnership-Initiative NRW
- PPP-Netzwerk Niedersachsen
- Task Force Baden-Württemberg
Forschungsprojekte von Handwerksorganisationen
Zukunfstinitiative Handwerk und PPP
Die Handwerkskammer Hamburg hat zum Thema "Handwerk und PPP" ein umfangreiches Forschungsprojekt durchgeführt. 2007 und 2008 wurden zu verschiedenen Aspekten von PPP (z.B. Vertragsgestaltung, Haftungsfragen) Veranstaltungen durchgeführt und Materialien zu handwerksgerechten PPP-Modellen aufbereitet. Die Ergebnisse werden auf der Webseite dokumentiert.
PPP und Mittelstand - Integration von KMUs im PPP-Hochbau
Das Forschungsprojekt "PPP-Mittelstand", das vom INFA-ISFM e.V. in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Münster bearbeitet wurde, beschäftigte sich mit der Frage, in welcher Form der Mittelstand/ das Handwerk im Rahmen von PPP-Projekten integriert und deren Chancen erhöht werden können. Abschlussbericht
Aktuelle Veröffentlichungen:
Eine ganze Reihe von Institutionen hat mittlerweile Leitfäden zu ÖPP entwickelt, die häufig eine spezifisch mittelstandsgerechte Ausrichtung besitzen:
Leitfaden "PPP und Mittelstand"
Informationsbroschüre von 2007 des Wirtschaftsministeriums von Baden-Württemberg [Download]
DIFU-Studie: Public Private Partnership und Mittelstand
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat Anfang 2008 gemeinsam mit dem Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen durch das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) eine Studie über die bisherige Beteiligung des Mittelstandes bei 30 ausgewählten ÖPP-Hochbauprojekten in Deutschland erstellen lassen. Diese Studie zeigt deutlich, dass mittelständische Betriebe bis zu einer Projektgröße von 15 Millionen Euro an ÖPP-Projekten erfolgreich teilnehmen können. Darüber hinaus wird festgestellt, dass es möglich ist, auch deutlich kleinere ÖPP-Verfahren durchzuführen, um den Mittelstand integrieren zu können. Deutlich wird, dass weiterhin eine bessere mittelstandsgerechte Ausgestaltung der Verfahren notwendig und möglich ist und hier noch erheblicher Beratungsbedarf bei Kommunen und Unternehmen besteht.
PPP und Mittelstand / Endbericht
Veranstaltungshinweise:
Am 7. Februar 2008 fand im ZDH ein Workshop zum Thema "Handwerk und PPP Erste Erfahrungen – Empfehlungen für die Zukunft“ statt. Er richtete sich insbesondere an die Handwerksorganisation und sollte dem intensiveren Erfahrungsaustausch und der Diskussion über politische Positionierungen dienen. Auf Basis der Ergebnisse des Workshops erfolgt die Aufstellung eines neuen Positionspapiers und die Überarbeitung der Informationsseite zu PPP.
Rundschreiben mit Tagesordnung (Mitgliederbereich)
Aktualisierte Tagesordnung Stand 29.1.2008
Weitere Informationen des ZDH
"Positionspapier des ZDH zu PPP von 2003"
"ÖPP - neue Chancen für den Mittelstand"
Rede von Otto Kenzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, am 29.09.2006, Veranstaltung der AKG-Architekten für Krankenhausbau und Gesundheitswesen

