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Handwerk erwartet mehr Transparenz durch Anerkennungsgesetz
Das Bundeskabinett hat das Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen auf den Weg gebracht. Dazu erklärt Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):
"Das Gesetz wird zur Verbesserung der Transparenz über ausländische Berufsqualifikationen beitragen. Es hilft Betrieben bei der Einstellung sowohl von in Deutschland lebenden als auch künftigen Zuwanderern. Es leistet damit einen Beitrag zur Integration und zur Fachkräftesicherung. Wichtig ist die Anbindung an nationale Berufsstandards. Die deutschen Qualifikationsanforderungen dürfen keinesfalls ausgehöhlt werden.
Es ist konsequent und richtig, dass für die handwerklichen Berufe die Handwerkskammern Ansprechpartner vor Ort sind. Sie können so an ihre bisherigen Aufgaben anknüpfen und werden in den Regionen die eingehenden Anträge auf Übereinstimmung oder Abweichung vom deutschen Qualifikationsstandard prüfen und die Gleichwertigkeitsbescheinigung ausstellen. Für eine erfolgreiche Umsetzung kommt es jetzt darauf an, dass der Bund die zuständigen Stellen unterstützt, damit diese die ambitionierten Zeitvorgaben für die Fallbearbeitung einhalten können. Die Qualität der Anerkennungsverfahren muss Priorität vor Schnelligkeit haben. Ohne eine ausreichende Übergangszeit für die Umsetzungsvorbereitung geht es nicht. Wir begrüßen daher die vorgesehene Aussetzung der dreimonatigen Bearbeitungsfrist im ersten Jahr.
Nun müssen auch die Länder der Initiative des Bundes folgen und ihre Fachgesetze ebenfalls überarbeiten, sind sie doch für viele nachgefragte Berufe, wie z. B. Ingenieure, Lehrer und Pflegepersonal zuständig."

