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Lebensmittel haben ihren Wert
Landwirtschaft und Handwerk gemeinsam für Authentizität und Qualität
Handwerk und Landwirtschaft bekennen sich zu den Prinzipien von Echtheit und Werthaltigkeit qualitativ hochwertiger Nahrungsmittelerzeugnisse. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Veranstaltung des Deutsche Bauernverbands (DBV) und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) mit verschiedenen Gewerken des Lebensmittelhandwerks auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Die Diskussionsrunde war mit dem Präsidenten des Deutschen Fleischer-Verbandes, Heinz-Werner Süss, dem Präsidenten des Deutschen Konditorenbundes, Gerhard Schenk, dem Präsidenten des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, Werner Schwarz, sowie DBV-Generalsekretär Dr. Helmut Born hochrangig besetzt.
Das gemeinsame Anliegen zur qualitätsvollen Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Lebensmittel, sowie die enge Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Handwerk auf regionaler und lokaler Ebene wurde von den Teilnehmern unterstrichen . Das Handwerk verarbeitet die Erzeugnisse der Landwirtschaft – Getreide, Fleisch, Milch, Eier – auf kurzen Wegen zu authentischen verbrauchergerechten Lebensmitteln. Gemeinsam lehnen Handwerk und Landwirtschaft Dumpingpreise und Imitate von Lebensmitteln ab. Die enge Zusammenarbeit der mittelständischen Unternehmen im ländlichen Raum sichert Arbeitsplätze und Wertschöpfung in den Regionen.
Handwerk und Landwirtschaft können den Menschen noch ganz unmittelbar für Herkunft und Wert der angebotenen Lebensmittel bürgen. Dieser Dialog mit den Verbrauchern muss zukünftig noch weiter intensiviert werden und die Regionalität mehr sichtbar gemacht werden. Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren sich mit Werner Schwarz, Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, darin einig, dass allerdings aufgepasst werden muss, dass der Verbraucher nicht mit zu vielen Siegeln und Labeln mehr verwirrt als informiert wird. Ansonsten gelte der Grundsatz, über gute Dinge zu reden, in dem eigenen Tun und Handeln transparent zu sein und mit „Gesichtern und Namen sich aus der Anonymität des Marktes abzuheben“.
Heinz-Werner Süss, Präsident des Deutschen Fleischer-Verbandes, betonte, dass Lebensmittel, die unter dem Gestehungs- oder Einstandspreis verkauft werden, nicht nachhaltig hochwertig sein können. „Man muss einen angemessenen Preis zahlen, um mit Genuss essen zu können.“ Die Politik müsse deshalb das Verbot von Dumpingangeboten weiterhin sicherstellen.
Die enge Zusammenarbeit der meist mittelständischen Unternehmen im ländlichen Raum sichert die Wertschöpfung in den Regionen. Gerhard Schenk, Präsident des Deutschen Konditorenbundes,DBV-Generalsekretär Dr. Helmut Born tragen Landwirtschaft und Handwerk gemeinsame Verantwortung für den ländlichen Raum. Deswegen seien beide gefordert, der Politik klarzumachen, dass die ländlichen Räume Wirtschafts- und keine Ausgleichsräume sind. Die Sicherung der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse habe einen hohen Stellenwert und sollte von Landwirtschaft und Handwerk gemeinsam mit Nachdruck eingefordert werden.
Karl-Sebastian Schulte, Geschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks und Moderator der Veranstaltung, kündigte an, die Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Handwerk auf Bundesebene wie in den Regionen vor Ort weiter zu intensivieren. Landwirtschaft und Handwerk seien strategische Partner, „die sich mögen, aber auch gemeinsam gefordert sind, zur Förderung des Verbrauchervertrauens den Lebensmitteln noch `mehr Gesicht´ zu geben“.


