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Keine Kreditklemme - aber im Handwerk fehlt Liquidität

Zur Vorlage der Ergebnisse der KfW-Verbändeumfrage zur Unternehmensfinanzierung, an deren Durchführung auch der ZDH beteiligt war, erklärt Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):  

„Eine flächendeckende Kreditklemme ist im Handwerk weiterhin nicht zu verzeichnen. Allerdings haben sich auch die Finanzierungsbedingungen der Handwerksunternehmen angesichts der massiven Rezession verschlechtert. Rasche Stabilisierungsmaßnahmen sind notwendig, damit nicht wachsende Liquiditätsprobleme in den Unternehmen den Erfolg der bisherigen Anstrengungen zur Stabilisierung der Konjunktur gefährden.  

Angesichts einer häufig sehr knappen Eigenkapitaldecke können viele Handwerksunternehmen die wachsenden Anforderungen der Banken an Kreditsicherheiten nicht mehr aus eigener Kraft decken. Eine wichtige Unterstützung war die Entscheidung der Bundesregierung, die Möglichkeiten der Bürgschaftsbanken auszuweiten, mittelständische Unternehmen bei der Kreditaufnahme mit Bürgschaften zu versorgen. Die neuen Regeln müssen nun auch seitens der Bundesländer in ihren Rückbürgschaftserklärungen nachvollzogen werden. Es ist im Interesse des Mittelstands, dass diese tatsächlich flächendeckend umgesetzt werden können. 

Zur Stärkung der Liquidität mittelständischer Betriebe erwartet das Handwerk auch Ergänzungen beim „Bürgerentlastungsgesetz“. Angesichts der sich rasant verschlechternden Zahlungsmoral sind immer mehr mittelständische Betriebe nicht mehr in der Lage, die Umsatzsteuer vorzufinanzieren. Alle kleineren Betriebe mit Umsätzen von bis zu 500.000 Euro müssen deshalb unter die Ist-Versteuerung fallen. Sie dürfen die Umsatzsteuer erst dann an das Finanzamt abführen müssen, wenn ihr Auftraggeber die Rechnung beglichen hat. 

Ferner kann die Einräumung eines zweijährigen Verlustrücktrags in der aktuell schwierigen Finanzierungssituation für zahlreiche Betriebe einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Eigenkapitals leisten.“

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