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Erleichterungen bei Kurzarbeit gehen an Mittelstand vorbei

Die geplanten Erleichterungen für Kurzarbeit gehen an den Interessen des Mittelstandes vorbei. „Sowohl die verlängerte Bezugsdauer, als auch das „Kurzarbeitergeld plus“, werden vor allem größeren Unternehmen zugute kommen, die Kurzarbeit langfristiger nutzen“, kritisiert Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) die Konditionen. 

BMAS, BDA sowie DGB hatten sich neben der Verlängerung der Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld von 18 auf künftig 24 Monate, auf ein „Kurzarbeitergeld plus“ verständigt. Demnach sollen Unternehmen künftig nach sechs Monaten Kurzarbeit vollständig von den Sozialversicherungsbeiträgen entlastet werden. Schleyer: „Wir sind enttäuscht, dass die Vorschläge des Handwerks bisher nicht aufgegriffen wurden.“ Das Handwerk hatte angeregt, Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten ab dem ersten Tag Kurzarbeit von den Sozialversicherungsbeiträgen zu befreien. „Je länger die Wirtschaftskrise andauert, desto stärker werden auch unsere kleinen und mittelständischen Handwerksbetriebe darauf angewiesen sein, kostengünstig und einfach Kurzarbeitergeld in Anspruch zu nehmen. Nur so können Kündigungen vermieden werden“, argumentiert Schleyer. 

Die Inanspruchnahme von Kurzarbeit hat auch nach Ansicht des ZDH bislang wesentlich dazu beigetragen, den Arbeitsmarkt trotz Wirtschaftskrise robust zu halten. Eine Weiterentwicklung dieses Instruments wird daher grundsätzlich unterstützt. Schleyer: „Das Handwerk setzt darauf, dass es im weiteren Verfahren zur Verbesserung für den Mittelstand kommt.“


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