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Handwerk: Weniger Bewerber, mehr Lehrstellen
Im Handwerk werden Lehrstellensuchende fündig: Landesweit sind Anfang September 2009 noch rund 10.000 Lehrstellen unbesetzt. Dies ergab eine Umfrage des ZDH bei den Handwerkskammern. ZDH-Präsident Otto Kentzler weist in einem Beitrag für die BILD-Zeitung darauf hin, dass aufgrund der stabilen Handwerkskonjunktur die Betriebe zusätzliche Plätze anbieten: „Wer einen Handwerksberuf lernt, investiert in seine berufliche Zukunft.“
Aktuell sind im Handwerk noch 10.000 Lehrstellen unbesetzt. Das ergab eine Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) bei den 53 Handwerkskammern. Darunter sind auch viele bei den Jugendlichen beliebte Berufe. Erste Anlaufstelle für Lehrstellensuchende sind die Ausbildungsplatzbörsen im Internet und die Ausbildungsberater der Handwerkskammern. Viele Kammern haben auch zusätzliche Hotlines für Bewerber geschaltet. Die Adressen sind zu finden über www.zdh.de oder www.teamhandwerk.de .
Die Wirtschaftskrise hat nur geringen Einfluss auf die Gesamtzahl der Lehrstellen im Handwerk. Im Gegenteil: Angesichts der vergleichsweise guten Handwerkskonjunktur stellen viele Betriebe aktuell zusätzliche Plätze zur Verfügung. Handwerkspräsident Otto Kentzler: „Das mittelständische Handwerk ist in der Krise ein Stabilitätsanker für die deutsche Volkswirtschaft. Wer einen Handwerksberuf lernt, investiert richtig in seine berufliche Zukunft.“
Die im Ausbildungspakt zugesagten neu eingeworbenen Lehrstellen liegen auf dem Niveau der Vorjahre, Ende August waren es mehr als 20.000 allein im Handwerk.
Die Zahl der in den Handwerkskammern eingetragenen neuen Ausbildungsverträge liegt Ende August mit minus 6,4 Prozent im Handwerk weiter hinter der Zahl des Rekordjahres 2008, ist aber deutlich höher als in den Jahren 2003 bis 2006. Aufgrund der drastisch gesunkenen Zahl der Schulabgänger in den neuen Bundesländern ist dort die Not der Betriebe besonders groß. In einigen Regionen wurden zusätzliche Vermittlungsaktionen von Handwerkskammer, IHK und Arbeitsagentur durchgeführt. Grund: Dort sind noch so viele Lehrstellen unbesetzt und auch die Altbewerber aus früheren Jahrgängen sind offenbar bereits versorgt.
Auch im Westen wird aktuell ein Minus verzeichnet. Die Handwerkskammern sind jedoch optimistisch, dass die Zahl der Eintragungen - insbesondere nach den Schulferien in Bayern und Baden-Württemberg – noch deutlich steigen wird.

